Beiträge von Michèl Gehrke, M.A.
Pressesprecher Telefon: 0201 56 305 61
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Asthma-Anfälle durch PAT reduzieren?
Weltweit leiden etwa 300 Mio Menschen (2) an Bronchialasthma, das sich durch wiederkehrende Anfälle von Kurzatmigkeit, teilweise mit Engegefühl in der Brust und Keuchen, Atemwegshyperreaktivität und Husten sowie durch Verengung der Atemwege (variable Atemwegsobstruktion) äußert (3). Um die Anfälle zu kontrollieren, kommen üblicherweise inhalierte Kortikosteroide, teilweise in Kombination mit langwirksamen Bronchodilatatoren, die die Atemwege erweitern, zum Einsatz. (4) Die Anzahl der Anfälle lässt sich hierdurch bei Patient*innen mit hartnäckigen Symptomen jedoch kaum reduzieren. (5) Die vorliegende Studie (1) untersucht daher den Effekt der Akupunkt-Pflastertherapie (Point Application Therapy, kurz: PAT) – einem Verfahren, das in der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Langem bei Asthma zum Einsatz kommt (6).
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Aphthen: Aloe vera oder Kortison?
Aphthen sind vermutlich genauso alt wie die Geschichte des Menschen selbst – die erste klinische Dokumentation stammt aus dem Jahre 1898. (2) Besonders oft sind Kinder und Heranwachsende von den kleinen, aber teilweise sehr schmerzhaften, Entzündungen im Mund betroffen (3,4). In der Regel heilen die kleinen Geschwüre von selbst ab, um dann allerdings häufig immer wieder zurückzukehren, insbesondere in stressigen Lebensphasen. (5,6) Als Standardtherapie kommen topische Kortikosteroide zum Einsatz, die lokal aufgetragen werden. Zu den möglichen Nebenwirkungen bei deren längerem Einsatz zählen allerdings das Risiko einer Schädigung der empfindlichen Mundschleimhaut sowie einer Candidose. Auch verträgt nicht jede*r Patient*in Kortison. Die vorliegende Studie (1) prüft daher zum Vergleich den Einsatz von Aloe vera bei Aphthen.
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Integrative Onkologie im Kriegsgebiet: Hat Akupunktur einen Zusatznutzen?
Patient*innen mit Krebserkrankungen haben ohnehin mit starken Einbußen der Lebensqualität zu kämpfen, geo-politische Faktoren können die Situation allerdings zusätzlich verschärfen. Einer dieser Faktoren ist leider auch Krieg, der natürlich eine enorme psychische Belastung darstellt. Die vorliegende Studie (1) untersucht, ob Patient*innen, die zwischen August 2024 und Januar 2025 im Norden Israels in integrativ-onkologischer Behandlung waren, zusätzlich von Akupunktur profitierten.
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Strahlungs-Dermatitis: Prophylaxe mittels TCM-Gel?
Etwa die Hälfte aller Patient*innen mit diagnostizierter Krebserkrankung erhalten eine Strahlentherapie, was sie zu einem integralen Bestandteil der modernen Onkologie macht. Doch leider hat sie auch Nebenwirkungen: Die sogenannte Strahlungs-Dermatitis kommt bei 90-95% der Therapieempfangenden vor, in etwa 87% der Fälle sind die Hautreaktionen mittel- bis schwergradig. (2) Die Symptome einer akuten Strahlungs-Dermatitis reichen dabei von Rötung der Haut über trockene bis zu nässender Schuppung. (3,4) Zu den Spätfolgen gehören Teleangiektasien (dauerhaft erweiterte Blutgefäße), Pigmentierung, Hautatrophie („Pergamenthaut“), Dermatosklerose (Verhärtung der Haut) und Keratose (Verhornungsstörung der Haut). (5) Dies alles kann dazu führen, dass eine eigentlich notwendige Strahlentherapie verkürzt oder abgebrochen werden muss. (6) Einer Prophylaxe, mit der die Haut wirksam geschützt werden kann, kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Die vorliegende Studie (1) prüft, ob ein pflanzliches Gel diese Funktion übernehmen kann.
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Stillen: Kurbelt Shatavari die Muttermilchproduktion an?
Der Übergang von der Schwangerschaft zum Stillen ist ein komplexer Prozess mit physiologischen, psychologischen und hormonellen Veränderungen. (2) In mehr als der Hälfte der Fälle kann die Milchproduktion in dieser postpartalen Phase zunächst eingeschränkt sein. (3) Die Ursachen sind vielfältig: Ein Kaiserschnitt beispielsweise verzögert den Hautkontakt zwischen Mutter und Kind und damit die Initiierung des Stillens (4-6); starker psychologischer Stress und Ängste hemmen die Ausschüttung von Oxytocin, einem Hormon, das für den Milchspendereflex essenziell ist (7).
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Schlaflosigkeit im Alter: Welche Übungen helfen am besten?
Die Schlafqualität nimmt mit dem Alter ab: Zwischen 30 und 48% der Senioren klagen über Müdigkeit, 12-20% kann eine Schlaflosigkeit (Insomnie) attestiert werden. (2,3) Insomnie wiederum wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus (4,5) und wird mit dem metabolischen Syndrom, Bluthochdruck sowie Herzerkrankungen in Verbindung gebracht (6-8). Der nicht-medikamentöse Behandlungsansatz erster Wahl ist die kognitive Verhaltenstherapie, allerdings sind Therapeut*innen und dementsprechend Therapieplätze rar gesät. (9,10) Daher wird häufig körperliche Aktivität empfohlen (11-14) – doch welche Art von körperlicher Aktivität ist zur Linderung von Insomnie am besten geeignet? Diese Frage möchte das vorliegende systematische Review (1) beantworten.
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Welches Cannabis lindert Migräne-Attacken?
Wer an Migräne leidet, weiß, wie wertvoll Maßnahmen zur Prävention und vor allem zur Erleichterung einer akuten Attacke sind. Cannabis gerät für diesen Behandlungszweck zunehmend in den Fokus – zu Recht? Und welche Zusammensetzung trägt am meisten zur Symptomlinderung bei? Eine aktuelle Studie (1) liefert Hinweise.
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Wie wirkungsvoll ist Schröpfen bei Kniearthrose?
Kniearthrose ist eine der verbreitetsten Ursachen für Bewegungseinschränkungen und chronische Schmerzen weltweit, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. (2,3) Als nicht-pharmakologische Therapieoption wird gern das Schröpfen genutzt, u.a. in der Annahme, dass die durch das Ansaugen erhöhte Durchblutung des betroffenen Bereiches den Abbau von Metaboliten fördert. (4-6) Die Wirksamkeit des Schröpfens im Kontext von Kniearthrose wird allerdings aufgrund heterogener Studien und des möglichen Verzerrungsrisikos durchaus diskutiert. (7-9) Ziel der vorliegenden Studie (1) ist es daher, durch Verblindung und Schein-Schröpfen als Kontrolle belastbare Daten zu generieren.
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Naturheilkundliche und integrative Therapie bei kardiovaskulären Erkrankungen
Forschungsprojekt der Initiative "Young Clinician Scientists" erfolgreich abgeschlossen: Projektleiterin und Oberärztin Dr. Wiebke Kohl-Heckl untersuchte Nutzungen, Wirksamkeit und Sicherheit naturheilkundlich-integrativer Ansätze zur Behandlung der arteriellen Hypertonie.
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Lindert schwedische Massage Verstopfungssymptome bei Kindern?
Chronische funktionelle Verstopfung ist bei Kindern keine Seltenheit und die Symptome – darunter Schmerzen im Bauch und beim Abführen, Unwohlsein und Appetitlosigkeit – belasten indirekt auch die Eltern. Konventionell werden Abführmittel oder Stuhlweichmacher eingesetzt, aus dem Bereich der Komplementärmedizin hat die Massage der Bauchgegend einen guten Ruf. Ist dieser begründet? Die vorliegende Studie (1) geht dem auf den Grund.
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