Komplementäre und
Integrative Medizin
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Forschungsplattform Ernährung

Forschungsplattform Ernährung

Förderprogramm der Karl und Veronica Carstens-Stiftung

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung stellt im Rahmen ihrer Initiative Fördermittel bereit, um Forschung auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie zu ermöglichen und um das präventive und therapeutische Potenzial von Ernährung weiter zu ergründen.

Hintergrund

In der globalen traditionellen Medizin spielt die Ernährung beispielsweise in der europäischen Naturheilkunde, im indischen Ayurveda oder in der chinesischen Medizin eine herausragende Rolle. In den letzten Jahren hat die Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie einen zunehmenden Stellenwert in der Medizin erlangt. Zusätzlich steigt das Interesse am Thema Ernährung auch in der Bevölkerung stark an. In der Naturheilkunde und traditionellen Medizin ist Ernährung ein fester Bestandteil der grundsätzlichen Therapiekonzepte. In diesen enthalten sind zahlreiche spezifische ernährungsmedizinische Konzepte mit teils heterogenen Ansätzen und teils stark unterschiedlicher Evidenzlage. Beispiele dafür sind bei vollwertigen Ernährungsformen Bircher-Benner und Anemüller und bei modernen Formulierungen Leitzmann, Rohkost-Diäten, Konzepte von Schonkost und Esskultur bei Mayr. Aber auch basische Kostformen, unterschiedliche Formen der kalorischen Restriktion (z.B. Haferkuren) oder klassische und neuere Fastenmethoden zählen zu den unterschiedlichen ernährungsmedizinischen Konzepten.

Programm

Die Forschungsplattform Ernährung soll dazu beitragen, die Evidenzlage in der Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie weiter voranzubringen und zu verbessern. Dafür stellt die Carstens-Stiftung 800.000 Euro über einen Gesamtförderzeitraum von bis zu 3 Jahren zur Verfügung. Für Einzelprojekte können bis zu 400.000 Euro beantragt werden.

Es sollen sowohl klinische als auch translationale Projekte gefördert werden, die auf die diversen Konzepte der Ernährung hinsichtlich Prävention und Therapie in der Naturheilkunde zurückgreifen und diese wissenschaftlich überprüfen und evaluieren. Nicht gefördert werden ausschließlich experimentelle Arbeiten sowie Arbeiten, die sich ausschließlich auf einzelne Nährstoffe und deren Wirkmechanismen fokussieren.

Exemplarische Forschungsfelder sind die Untersuchung der Einflüsse naturheilkundlicher Ernährungskonzepte auf:

  • neurologische Erkrankungen
  • chronische Erkrankungen
  • psychische Erkrankungen

Antragstellung und Fristen

Antragsberechtigt sind Wissenschaftler*innen mit ausgewiesener Expertise in der Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie, die an universitären oder außeruniversitären gemeinnützigen Forschungsinstituten in Deutschland tätig sind.

Interesse an komplementärmedizinischen und integrativen Verfahren wird vorausgesetzt und sollte sich im beantragten Projekt widerspiegeln. Die Stiftung übernimmt keine Overheadkosten (indirekte Kosten, die nicht einem einzelnen Bereich zugeordnet werden können). Eingehende Anträge werden extern begutachtet.

Bitte beachten Sie unsere:

Leitlinien zur Antragstellung

Die begutachtungsfähigen Anträge sind per E-Mail komplett als EINE PDF-Datei ohne Passwortschutz bzw. ohne Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich Lesen, Kopieren und Drucken bis zum 28.05.2025 einzureichen an:

Karl und Veronica Carstens-Stiftung
Am Deimelsberg 36, 45276 Essen
E-mail: foerderung@carstens-stiftung.LÖSCHEN.de

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung
Gemeinnützig und unabhängig

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung

1981 gegründet, hat die gemeinnützige und unabhängige Karl und Veronica Carstens-Stiftung in den letzten Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen, dass immer mehr komplementärmedizinische Verfahren wissenschaftlich durchdrungen und bewertet wurden. In dieser Zeit konnten wir mit Hilfe der Bevölkerung mehr als 40 Mio. Euro für Wissenschaft und Forschung in über 300 Projekten bereitstellen.

Wissenschaftsfreiheit ist ein durch das Grundgesetz geschütztes Recht, von dem die gesamte Gesellschaft profitiert, denn nur in wissenschaftlichen Freiräumen kann neues Wissen entstehen.

Gegenstand der von der Carstens-Stiftung geförderten Wissenschaft sind sowohl etablierte als auch innovative Therapien und Behandlungsmethoden der komplementären und integrativen Medizin (KIM).

Gefördert werden klinische Forschung und Versorgungsforschung, aber auch Grundlagenforschung und praktisch ausgerichtete klinische Modellprojekte. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass Antragstellerinnen und Antragsteller die in ihrem Bereich höchsten wissenschaftlichen Qualitäts-Standards anwenden.

Ziel der Carstens-Stiftung ist es, gemäß ihres Satzungsauftrages, durch Wissenschaftsförderung eine pluralistische, sichere und wirksame Medizin der Zukunft mitzugestalten.

Die Carstens-Stiftung vertritt ein unvoreingenommenes, auf den Nutzen für den Menschen ausgerichtetes, aber zugleich auch selbst- und methodenkritisches Wissenschaftsverständnis. Dabei agiert sie stets unabhängig und gemeinnützig.