Komplementäre und
Integrative Medizin
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Beiträge von Michèl Gehrke, M.A.

Pressesprecher Telefon: 0201 56 305 61

Gruppenbild zum Symposium der Karl und Veronica Carstens-Stiftung

Die nächste Etappe der Integrativen Medizin

Wie gelingt es, wissenschaftliche Erkenntnisse der Integrativen Medizin dort wirksam werden zu lassen, wo sie gebraucht werden – im Versorgungsalltag der Patientinnen und Patienten? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch das Symposium der Karl und Veronica Carstens-Stiftung, zu dem sich Mitte Juni die führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Integrativen Medizin in Essen trafen.

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Psoriasis: Lindert CBD-Öl die Symptome?

Die Psoriasis vulgaris ist die häufigste Form der Schuppenflechte und entsteht durch eine Immun-Dysregulation, welche u.a. zu einer vermehrten Keratinocytenbildung führt. (2) Das in der Hanfpflanze enthaltene Cannabidiol (CBD) weist antientzündliche Eigenschaften auf und hemmt die Bildung von Keratinocyten. (3) Die vorliegende Studie (1) vergleicht daher den Einsatz von CBD-Öl bei Psoriasis mit Placebo.

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Eierstockkrebs: Selbst-Akupressur gegen Fatigue

Eierstockkrebs: Selbst-Akupressur gegen Fatigue

Fatigue gehört auch bei Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Erkrankung (2,3), wobei etwa 77% der Frauen an akuter und zwischen 22 und knapp 33% an chronischer Erschöpfung leiden (4). Akupunktur bzw. Akupressur haben sich bereits als wirksam bei krebsbedingter Fatigue gezeigt, allerdings hauptsächlich bei Brustkrebs. Es ist unklar, ob sich die Ergebnisse auf Überlebende von Eierstockkrebs übertragen lassen (5). Zudem wird in Studien die Technik häufig durch Tutor*innen gelehrt, was im Alltag der Betroffenen eine Hürde darstellen könnte. (6,7) In der vorliegenden Studie (1) kam daher eine mobile App mit Anleitungen zur Selbst-Akupressur zum Einsatz.

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Asthma-Anfälle durch PAT reduzieren?

Asthma-Anfälle durch PAT reduzieren?

Weltweit leiden etwa 300 Mio Menschen (2) an Bronchialasthma, das sich durch wiederkehrende Anfälle von Kurzatmigkeit, teilweise mit Engegefühl in der Brust und Keuchen, Atemwegshyperreaktivität und Husten sowie durch Verengung der Atemwege (variable Atemwegsobstruktion) äußert (3). Um die Anfälle zu kontrollieren, kommen üblicherweise inhalierte Kortikosteroide, teilweise in Kombination mit langwirksamen Bronchodilatatoren, die die Atemwege erweitern, zum Einsatz. (4) Die Anzahl der Anfälle lässt sich hierdurch bei Patient*innen mit hartnäckigen Symptomen jedoch kaum reduzieren. (5) Die vorliegende Studie (1) untersucht daher den Effekt der Akupunkt-Pflastertherapie (Point Application Therapy, kurz: PAT) – einem Verfahren, das in der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Langem bei Asthma zum Einsatz kommt (6).

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Aphthen: Aloe vera oder Kortison?

Aphthen: Aloe vera oder Kortison?

Aphthen sind vermutlich genauso alt wie die Geschichte des Menschen selbst – die erste klinische Dokumentation stammt aus dem Jahre 1898. (2) Besonders oft sind Kinder und Heranwachsende von den kleinen, aber teilweise sehr schmerzhaften, Entzündungen im Mund betroffen (3,4). In der Regel heilen die kleinen Geschwüre von selbst ab, um dann allerdings häufig immer wieder zurückzukehren, insbesondere in stressigen Lebensphasen. (5,6) Als Standardtherapie kommen topische Kortikosteroide zum Einsatz, die lokal aufgetragen werden. Zu den möglichen Nebenwirkungen bei deren längerem Einsatz zählen allerdings das Risiko einer Schädigung der empfindlichen Mundschleimhaut sowie einer Candidose. Auch verträgt nicht jede*r Patient*in Kortison. Die vorliegende Studie (1) prüft daher zum Vergleich den Einsatz von Aloe vera bei Aphthen.

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Integrative Onkologie im Kriegsgebiet: Hat Akupunktur einen Zusatznutzen?

Integrative Onkologie im Kriegsgebiet: Hat Akupunktur einen Zusatznutzen?

Patient*innen mit Krebserkrankungen haben ohnehin mit starken Einbußen der Lebensqualität zu kämpfen, geo-politische Faktoren können die Situation allerdings zusätzlich verschärfen. Einer dieser Faktoren ist leider auch Krieg, der natürlich eine enorme psychische Belastung darstellt. Die vorliegende Studie (1) untersucht, ob Patient*innen, die zwischen August 2024 und Januar 2025 im Norden Israels in integrativ-onkologischer Behandlung waren, zusätzlich von Akupunktur profitierten.

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Strahlungs-Dermatitis: Prophylaxe mittels TCM-Gel?

Strahlungs-Dermatitis: Prophylaxe mittels TCM-Gel?

Etwa die Hälfte aller Patient*innen mit diagnostizierter Krebserkrankung erhalten eine Strahlentherapie, was sie zu einem integralen Bestandteil der modernen Onkologie macht. Doch leider hat sie auch Nebenwirkungen: Die sogenannte Strahlungs-Dermatitis kommt bei 90-95% der Therapieempfangenden vor, in etwa 87% der Fälle sind die Hautreaktionen mittel- bis schwergradig. (2) Die Symptome einer akuten Strahlungs-Dermatitis reichen dabei von Rötung der Haut über trockene bis zu nässender Schuppung. (3,4) Zu den Spätfolgen gehören Teleangiektasien (dauerhaft erweiterte Blutgefäße), Pigmentierung, Hautatrophie („Pergamenthaut“), Dermatosklerose (Verhärtung der Haut) und Keratose (Verhornungsstörung der Haut). (5) Dies alles kann dazu führen, dass eine eigentlich notwendige Strahlentherapie verkürzt oder abgebrochen werden muss. (6) Einer Prophylaxe, mit der die Haut wirksam geschützt werden kann, kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Die vorliegende Studie (1) prüft, ob ein pflanzliches Gel diese Funktion übernehmen kann.

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Stillen: Kurbelt Shatavari die Muttermilchproduktion an?

Stillen: Kurbelt Shatavari die Muttermilchproduktion an?

Der Übergang von der Schwangerschaft zum Stillen ist ein komplexer Prozess mit physiologischen, psychologischen und hormonellen Veränderungen. (2) In mehr als der Hälfte der Fälle kann die Milchproduktion in dieser postpartalen Phase zunächst eingeschränkt sein. (3) Die Ursachen sind vielfältig: Ein Kaiserschnitt beispielsweise verzögert den Hautkontakt zwischen Mutter und Kind und damit die Initiierung des Stillens (4-6); starker psychologischer Stress und Ängste hemmen die Ausschüttung von Oxytocin, einem Hormon, das für den Milchspendereflex essenziell ist (7).

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Schlaflosigkeit im Alter: Welche Übungen helfen am besten?

Schlaflosigkeit im Alter: Welche Übungen helfen am besten?

Die Schlafqualität nimmt mit dem Alter ab: Zwischen 30 und 48% der Senioren klagen über Müdigkeit, 12-20% kann eine Schlaflosigkeit (Insomnie) attestiert werden. (2,3) Insomnie wiederum wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus (4,5) und wird mit dem metabolischen Syndrom, Bluthochdruck sowie Herzerkrankungen in Verbindung gebracht (6-8). Der nicht-medikamentöse Behandlungsansatz erster Wahl ist die kognitive Verhaltenstherapie, allerdings sind Therapeut*innen und dementsprechend Therapieplätze rar gesät. (9,10) Daher wird häufig körperliche Aktivität empfohlen (11-14) – doch welche Art von körperlicher Aktivität ist zur Linderung von Insomnie am besten geeignet? Diese Frage möchte das vorliegende systematische Review (1) beantworten.

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Welches Cannabis lindert Migräne-Attacken?

Welches Cannabis lindert Migräne-Attacken?

Wer an Migräne leidet, weiß, wie wertvoll Maßnahmen zur Prävention und vor allem zur Erleichterung einer akuten Attacke sind. Cannabis gerät für diesen Behandlungszweck zunehmend in den Fokus – zu Recht? Und welche Zusammensetzung trägt am meisten zur Symptomlinderung bei? Eine aktuelle Studie (1) liefert Hinweise.

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