Komplementäre und
Integrative Medizin
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MBLM – neuartiges Mind-Body-Programm an der Schnittstelle zur Psychotherapie
Interview mit Dr. Holger C. Bringmann

MBLM – neuartiges Mind-Body-Programm an der Schnittstelle zur Psychotherapie

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Veröffentlicht am
Integrative Medizin Depression Schmerz

Dr. Holger C. Bringmann im Interview über die Entstehungsgeschichte eines neuen Therapieverfahrens für Patient*innen mit psychischer Erkrankung – und die beachtenswerten Ergebnisse aus dem Alois Schnaubelt-Habilitationsprogramm der Carstens-Stiftung.

Herr Dr. Bringmann, Sie haben ein neues Therapieverfahren entwickelt: Was verbirgt sich hinter "MBLM"?

"MBLM" oder die Meditationsbasierte Lebensstilmodifikation ist ein neuartiges Mind-Body-Programm, man könnte sagen, ein second generation Mind-Body-Programm an der Schnittstelle zur modernen Psychotherapie. Das Besondere daran ist, dass in diesem Programm die lebensethischen Prinzipien des Yogas eine wesentliche Grundlage für die weitere Praxis bilden: für einen gesunden Lebensstil – also Ernährung, Yoga-Übungen, Atemübungen – und dann vorbereiten auf eine zentrale Meditationspraxis, die Mantra-Meditation. Dadurch ist der meditative Weg eingebettet in ein Gesamtkonzept – wie ich mein Leben führe, welche Anschauungen ich in meinem Leben habe, wie ich meinen Körper vitalisiere und entspanne, wie ich mein Bewusstsein entwickle. Auf diese Weise werden in MBLM mentale und emotionale "top-down"-Prozesse mit körper- und sinnesbasierten "bottom-up"-Prozessen integriert.

Das Therapieprogramm wurde im psychiatrisch-psychosomatischen Kontext an der Schnittstelle zu Naturheilverfahren entwickelt und richtete sich primär an Menschen mit affektiven Störungen, also im Wesentlichen Angsterkrankungen und Depressionen, aber im weiteren Sinne an alle Menschen mit stressassoziierten Erkrankungen. MBLM richtet sich aber auch an Gesunde – sodass man sich durchaus auch einen Einsatz in der Erwachsenenbildung oder Pädagogik vorstellen kann. Es ist geeignet für alle Menschen, die ihre Gesundheit, ihre Lebensqualität verbessern wollen und einen ganzheitlicheren Blick auf das Leben gewinnen wollen.
 

Dr. Holger C. Bringmann
Dr. Holger C. Bringmann

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Indien war ich sehr inspiriert, eine meditative Praxis in meine Therapie als klinischer Psychiater zu integrieren und wir hatten 2017 eine Studie begonnen, die sich mit spiritueller Mantra-Meditation beschäftigte. Mantra-Meditation hat den Vorteil, dass sie einerseits eine einfach zu erlernende Technik ist, auf der anderen Seite aber auch eine große spirituelle Tiefe ermöglicht.

In der Studie begleiteten wir Patient*innen, die schwer depressiv waren, eine sogenannte Major Depression hatten, und stationär an unserer Klinik behandelt wurden. Wir hatten in dieser Studie sehr gute Ergebnisse gesehen, gleichzeitig hatten wir aus klinischer Sicht das Gefühl: "Da steckt noch mehr in der Meditation für unsere Patient*innen drin."

MBLM ist aus dem Wunsch entstanden, noch mehr in die Tiefe zu gehen, Menschen noch mehr Hintergrund für Meditation zu geben und sie eben nicht nur als Technik zu vermitteln – "das mache ich jetzt mal 20 min. am Tag und dann mache ich wieder etwas anderes" – sondern zu sehen, was eigentlich dazu gehört, einen im weiteren Sinne meditativen Lebensstil zu entwickeln.
 

Wir hatten das Gefühl: Da steckt noch mehr in der Meditation für unsere Patient*innen drin.

Dr. med. Holger C. Bringmann

Wie war Ihr Forschungsprojekt aufgebaut?

Die Idee war, in die Weisheitstraditionen zu schauen, wo wir meditative und spirituelle Lebenswege beschrieben sehen, und zu prüfen: Wie haben die Menschen das "damals" eigentlich gemacht? Wie haben sie ihr Leben gelebt und eine darin eingebettete spirituelle Praxis konzeptualisiert? Die theoretische Grundlage, für die wir uns entschieden haben, war der Weg des klassischen Yogas nach Patanjali. Dazu muss man vielleicht erklären: Yoga ist nicht gleich Yoga. Die heute allgemein verbreitete Sicht auf Yoga beruht auf dem körperorientierten Aspekt, die körperlichen Übungen, die Atem-Techniken und vielleicht ein bisschen Meditation. Ursprünglich war es aber so, dass das klassische Yoga ein rein meditativer Weg war; also alles, was der Yogi oder die Yogini übte, war darauf ausgerichtet, Meditation zu erlernen, den Geist in eine tiefe Stille zu versetzen und in dieser Stille des Geistes zu ermöglichen, sich selbst und die Welt zu erkennen. Es war ein Weg der Erleuchtung, der Selbsterkenntnis, der Selbstrealisation. Alle die Lebensqualität verbessernden oder krankheitslindernden Aspekte waren nicht Teil des Narrativs. Sie sind aber da – denn wenn ich zunehmend Stille in meinem Geist erreiche und mich selbst erkenne, hört auch der Stress auf. Dazu kommen die rein physiologischen Effekte von Ernährung und körperlichen Übungen, die eine notwendige Bedingung für einen meditativen Lebensstil darstellen.

Der Pfad nach Patanjali besteht aus acht Stufen. Die beiden untersten Stufen sind lebensethische Prinzipien. Diese sprechen darüber: "Wie gehe ich mit anderen Menschen um?" und "Wie gehe ich mit mir selbst um?" Hier geht es um Themen wie Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, anderen Menschen nichts wegzunehmen, sinnliches Maßhalten, mich nicht nur mit materiellen Besitztümern zu beschäftigen usw. Es geht auch um innere Reinheit, Zufriedenheit, Selbstdisziplin, Selbststudium und Hingabe. Erst wenn ich mich mit diesen Themen auseinandergesetzt und diesen Pfad beschritten habe, wenn ich eine Grundvoraussetzung in meinem äußeren Leben geschaffen habe, dass ich mich ausrichte auf das "Gute" in mir, in Anderen und im Leben, dann entsteht in mir eine innere Ordnung, mich nachhaltig zu verfeinern: meinen Körper, meine Atmung und in den weiteren Stufen meinen Geist. Stufe drei wären die Asanas, die körperlichen Übungen, Stufe 4 Pranayama, die Atemtechniken, und die Stufen 5-8 sind dann meditative Stadien: Rückzug der Sinne, Konzentration auf ein Meditationsobjekt, dann die eigentliche Meditation, bei der Entspannung und Konzentration so weit verfeinert wurden, dass der Geist mühelos auf dem Meditationsobjekt ruhen kann, bis hin zur Verschmelzung mit dem Meditationsobjekt, was auch Samadhi genannt wird – eine Entgrenzung des Selbstes, die als tief heilsam erlebt werden kann. Natürlich darf man die Stufen nicht streng linear verstehen – es sind Zyklen der Vertiefung in der eigenen Praxis.

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Erscheinungsjahr: 2016, 2. Aufl.

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Zu welchen Ergebnissen sind Sie gekommen?

Wir haben zunächst angefangen, den achtfachen Weg zu modularisieren, auch zu vereinfachen und die Ansprüche etwas herunterzuschrauben, sodass das Programm für Menschen im westlichen und klinischen Kontext gut durchführbar ist. Dann haben wir eine Machbarkeitsstudie geplant mit 20 Patient*innen, die unter Depressionen litten und an unserer Klinik ambulant behandelt wurden. Dabei haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: Die Patient*innen haben sich aktiv mit ihrer Lebensethik beschäftigt, alle meditativen Übungen, alle Yoga-Übungen usw. mitgemacht, haben täglich meditiert und Yoga praktiziert, bis zu 40 min. im Schnitt, und das über die ganzen 56 Tage des Programms durchgehalten. Das hat uns zum Einen überrascht, zum Anderen waren wir auch ein bisschen stolz darauf: das Programm kam sehr gut an, gerade die Beschäftigung mit der Lebensethik erzeugte eine tiefe, positive Verbindung der Menschen mit ihrem eigenen Leben und Werten, so dass eben die Motivation auch da war, Yoga und Meditation in dieser Intensität zu praktizieren. Die 20 Patient*innen waren nach der Teilnahme am MBLM-Programm deutlich weniger depressiv und ausgeglichener geworden. Sie waren weniger aggressiv, weniger überreaktiv, waren auch weniger träge oder gefühlslos. Sie waren in der Eigenwahrnehmung einfach etwas "rundere", harmonischere Menschen geworden in diesen acht Wochen. Sie berichteten weniger über Symptome ihrer Krankheit und waren mehr auf ihr positives Potential ausgerichtet. Nach diesen ersten Ergebnissen waren wir natürlich motiviert, weiter zu forschen.

Wir haben in Folge eine randomisiert-kontrollierte Studie aufgesetzt, in der wir 81 Patient*innen eingeschlossen haben mit dem gleichen Krankheitsbild, also leicht- und mittelgradige Depression, rezidivierend oder erstmalig. Die Studie war drei-armig angelegt: eine Gruppe war die MBLM-Gruppe, die das beschriebene Programm erhalten hat. Eine Gruppe war die Kontrollgruppe im engeren Sinne, die keine weitere Intervention erhalten hat; wenn diese Menschen aber schon ein antidepressives Medikament eingenommen hatten, durften sie es weiter in der gleichen Dosis einnehmen. Die zweite, sozusagen "echte" Kontrollgruppe war das treatment as usual, das heißt, diese Patient*innen haben eine Standardtherapie bekommen, wie sie an einer multiprofessionellen psychiatrischen Institutsambulanz umgesetzt wird: individuell angepasste Pharmakotherapie, Psychotherapie, Entspannungsverfahren, Bewegungstherapie und weitere Begleittherapien. Die Ergebnisse waren wirklich beeindruckend: MBLM hat deutlich besser abgeschnitten als beide Vergleichsgruppen, nach vier Wochen, nach acht Wochen und – das ist das eigentlich Besondere – auch nach sechs Monaten noch. Viele Patient*innen haben die Übungen und Inhalte des Programms weiter in ihrem Leben umgesetzt. Der Lernerfolg und die Motivation waren so nachhaltig, der subjektive Effekt war so groß, dass die Teilnehmer*innen sich gesagt haben: "Das mache ich weiter! Ich meditiere weiter, ich mache weiter Yoga, ich beschäftige mich weiter mit der Lebensethik." – vielleicht nicht ganz auf dem hohen Niveau, wie wir es im Kurs gemacht haben, aber eben in der eigenen Intensität – und genau so soll es ja auch sein.

MBLM hat deutlich besser abgeschnitten als beide Vergleichsgruppen, nach vier Wochen, nach acht Wochen und – das ist das eigentlich Besondere – auch nach sechs Monaten noch.

Dr. med. Holger C. Bringmann

Wir haben uns dann die Ergebnisse auch in qualitativer Hinsicht angeschaut. Wir haben eine Untergruppe der Patient*innen interviewt, in ausführlichen Interviews von 45 min. bis zu einer Stunde. Dort zeigten sich einerseits bekannte Ergebnisse, wie wir sie auch von anderen Mind-Body-Interventionen kennen, z.B. mehr Gelassenheit, mehr Ruhe, mehr Entspannung, mehr Ausgeglichenheit. Aber das wirklich Neue, was auch herausstach, war die Beschäftigung mit der Lebensethik des Yoga: "Ich sehe mein Leben in einem neuen Licht. Im Angesicht dieser lebensethischen Prinzipien schaue ich, wie ich mein Leben gelebt habe und erinnere mich: Eigentlich steckt das doch in mir. Friedfertigkeit oder Wahrhaftigkeit, das sind ja keine neuen Themen für mich als Mensch, sondern ich kann sie in mir wieder reaktivieren und mich daran erinnern, wie gut es tut, wenn ich diese Prinzipien lebe." Die Neubewertung alter Verhaltensmuster im Lichte der lebensethischen Prinzipien und die Chance, jetzt etwas anders zu machen, z.T. auch neue Werte zu entdecken im eigenen Leben, das war wirklich ein ganz großer Punkt in der qualitativen Untersuchung und sehr schön zu sehen.

Natürlich haben wir auch biologische Daten erhoben, unter anderem haben wir die Herzfrequenzvariabilität gemessen, und haben auch hier positive Effekte im Vergleich MBLM gegen das Standard-Treatment gesehen.

In einer weiteren Studie haben wir Patient*innen mit chronischer Schmerzstörung untersucht und auch hier gesehen, dass sich durch die Teilnahme am MBLM-Programm die durchschnittliche Schmerzstärke reduzierte. Vor allem aber hat sich auch die schmerzspezifische Selbstwirksamkeit – "Wie kann ich, wenn ich Schmerzen habe, mit mir selbst umgehen, dass es mir besser geht?" – deutlich erhöht durch das MBLM-Programm. Das ist ein sehr schönes Ergebnis, denn chronische Schmerzen sind in der Regel nicht so leicht zu beeinflussen.

Zu guter Letzt war es uns wichtig, das Programm bei Gesunden zu testen. Wir haben eine Studie mit gesunden Proband*innen ausgewertet, die ein etwas komplexeres Studiendesign hatte. Hier haben wir nämlich die verschiedenen Domänen von MBLM – Mantra-Meditation, Gesunder Lebensstil, Lebensethik – einzeln und in unterschiedlichen Konfigurationen getestet. Es gab z.B. eine Gruppe, die hat nur an Mantra-Meditation und der Lebensethik teilgenommen, eine andere Gruppe hat an Meditation und körperorientiertem Yoga teilgenommen, eine Gruppe hat nur meditiert usw. Wir konnten zum Einen zeigen, dass das MBLM-Programm auch bei Gesunden gut funktioniert und gut angenommen wird, zum Anderen, dass die Komponenten einen additiven, inkrementellen Effekt haben. Wer z.B. nur meditiert, profitiert davon, sich zusätzlich noch mit der Lebensethik zu beschäftigen – das Wohlbefinden steigt; und Menschen, die zusätzlich noch Yoga machen, profitieren von einer zusätzlichen Stressreduktion im Vergleich zur reinen Meditation.

Was ist als nächstes geplant?

In Zukunft möchten wir uns noch weiter beschäftigen mit persönlichkeitsassoziierten Variablen. Wir wollen gerne herausfinden, welche Menschen mit welcher Persönlichkeit besonders gut geeignet sind für z.B. den meditativen Anteil, den körperlichen Anteil oder den lebensphilosophischen Anteil, und wir wollen auch schauen, ob ein solches Programm vielleicht ein Türöffner sein kann für die eigene Spiritualität. Es gibt ja viele Menschen, die keinen expliziten Zugang zur Spiritualität haben. Aus der Forschung wissen wir aber, dass spirituelle oder religiöse Menschen überwiegend eine bessere psychische und körperliche Gesundheit haben, da z.B. das Gesundheitsverhalten positiv korreliert ist mit Religiosität und Spiritualität. Es wäre natürlich schön zu sehen, wenn man mit einem Programm wie MBLM, das sensibel und nicht sektiererisch oder dogmatisch mit diesen Themen umgeht, eine Tür für die eigene Spiritualität öffnen könnte.

Außerdem wollen wir das Programm für andere Zielgruppen evaluieren. MBLM ist modularisiert und adaptierbar: man kann es kürzen, man kann es verlängern, man kann Schwerpunkte in verschiedene Bereiche legen. Wenn wir jetzt z.B. an bestimmte Patient*innen-Gruppen denken, die vielleicht körperlich oder mental nicht so leistungsfähig sind, einfach weniger Kraft haben oder eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne, kann man das Ganze komprimieren, anders gewichten. Für eine Studie mit Brustkrebs-Patientinnen erstellen wir beispielsweise gerade ein Hybrid-Programm, dass die Patientinnen nicht so lange in einer Gruppentherapie-Sitzung sein müssen, sondern wir per Video Lerninhalte bereitstellen. Auf diese Weise kann eine Vor- und Nachbereitung der Kursinhalte ermöglicht werden. Hier ist also noch sehr viel Spielraum.

Generell ist es aus meiner Sicht für die Mind-Body-Medizin der nächste Schritt, dass wir in der Evolution der Interventionen eher wieder davon wegkommen sollten, einzelne Techniken aus den Weisheitstraditionen zu extrahieren – also eine bestimmte Achtsamkeitstechnik anwenden oder nur Mantra-Meditation usw. Wir können Interventionen verbessern, wenn wir integraler, ganzheitlicher schauen, wie die Menschen es damals gemeint und gelebt haben. Dann werden wir möglicherweise – MBLM deutet schon darauf hin – auch noch viele weitere gesundheitsfördernde Faktoren finden, insbesondere wenn man auch die eudaimonische und spirituelle Gesundheit einbezieht.

Welchen Tipp können Sie jemandem, der an einer psychischen Erkrankung leidet, mitgeben?

Grundsätzlich gibt es da natürlich vor allem individuelle Empfehlungen, aber wenn wir im Kontext der Meditationsbasierten Lebensstilmodifikation oder der Mind-Body-Medizin bleiben, dann möchte ich sagen, dass es sich sehr lohnt, einfach mal in diese Richtung zu schauen und Angebote auszuprobieren. Wir haben am Anfang – Kritik wäre zu viel gesagt – aber vielleicht eine Vorsicht bei Kolleg*innen gesehen, dass das MBLM-Programm für die Patient*innen zu herausfordernd sein könnte, zu intensiv, zu komplex. Wir haben eher das Gegenteil erlebt. Die Botschaft ist: In Ihnen steckt viel mehr, als Sie denken! Viel mehr Potenzial, viel mehr Kraft, viel mehr inneres Wissen. Und das zu spüren, stellt die eigene Erkrankung in ein ganz anderes Licht. Wir haben z.B. in der Beschäftigung mit der Lebensethik gesehen: da können ganze Welten aufgehen, da steigen Ressourcen von innen wieder auf! Und dann ist auch die Motivation da, körperliche oder mentale Übungen zu machen und man kann besser in der Übungs-Disziplin bleiben, die für den Erfolg notwendig ist. Wenn jemand Interesse oder eine Offenheit für Yoga, Meditation usw. hat, lohnt sich einfach, es auszuprobieren und dabei zu bleiben, weil ganz viel Potenzial geweckt werden kann.

In Ihnen steckt viel mehr, als Sie denken! Viel mehr Potenzial, viel mehr Kraft, viel mehr inneres Wissen. Und das zu spüren, stellt die eigene Erkrankung in ein ganz anderes Licht.

Dr. med. Holger C. Bringmann

Und das andere, was ich mitgeben möchte, ist, dass wirklich Übung und Geduld den Meister machen. Regelmäßiges Üben ist bei Yoga und Meditation anfangs immer herausfordernd, weil es ja erstmal alltagsfern ist und eben nicht unbedingt Teil der kulturellen Umgebung. Aber die tägliche Übung macht einfach den großen Unterschied. Wenn man nur einmal Yoga übt in der Woche oder nur einmal meditiert, dann wird man nicht so große Effekte haben. Irgendwann siegt dann die Trägheit und man hört wieder auf. Aber wenn Sie ein intensives Programm durchlaufen, z.B. einmal acht Wochen jeden Tag meditieren oder acht Wochen jeden Tag Yoga machen, dann werden Sie hinterher 100%ig wissen, ob das etwas für Sie ist und Sie werden beginnen zu sehen, was es für Sie ist – und dann können Sie selbst entscheiden, ob Sie den Weg weitergehen wollen oder nicht.

Dr. med. Holger C. Bringmann

ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Kognitionswissenschaftler (B.Sc.). Neben seiner klinischen Tätigkeit als Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Diakoniewerks Zschadraß ist er im Rahmen der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Universitätsmedizin Berlin in der Forschung tätig. Er arbeitet seit 2008 als klinisch tätiger Arzt in den Bereichen Neurologie und Psychiatrie und promovierte im Fachgebiet der Psycho-Onkologie. Fort- und Weiterbildungen in verschiedenen komplementärmedizinischen Therapieverfahren sowie ein mehrjähriger Studienaufenthalt in Indien fundieren seinen heutigen Praxis-und Forschungsschwerpunkt im Bereich der integrativen seelischen Gesundheit.

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Michèl Gehrke, M.A.
Michèl Gehrke, M.A.

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