Integrative Medizin
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Essstörungen

Essstörungen

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Ernährung Integrative Medizin Naturheilkunde

Welche Maßnahmen aus der Naturheilkunde können unterstützend bei verschiedenen Formen von Essstörungen eingesetzt werden? Der neue Ratgeber aus dem KVC Verlag greift das komplexe Thema Störungen im Essverhalten aus integrativmedizinischer Sicht auf. Selbsthilfetipps zum Einsatz von Heilpflanzen und Entspannungsübungen werden durch fundiertes Wissen zu Diagnostik und Therapie der verschiedenen Arten dieser facettenreichen Krankheiten ergänzt. Für Betroffene wie auch für Angehörige ist dieser Ratgeber ein wertvoller Begleiter vor, während und nach therapeutischen Behandlungen.

KVC Verlag, Essen 2021 • Nadine Berling • 185 Seiten •
ISBN 978-3-96562-050-6 • 14,90 EUR

Ein gestörtes Essverhalten ist eine weit verbreitete Krankheit, wobei die Betroffenen unter hohem physischen wie auch psychischem Leidensdruck stehen und oftmals ein Leben lang mit ihrer Krankheit zu kämpfen haben. Das komplexe Zusammenspiel vieler Faktoren, das bei der Entstehung von Essstörungen eine Rolle spielt, wird in diesem Ratgeber hervorragend aufbereitet. Sogar seltenen Formen von gestörtem Essverhalten, wie beispielsweise die Pica-Störung, also der Verzehr von Substanzen, die ungenießbar sind, werden eigene Abschnitte gewidmet. Das gebündelte Fachwissen aus der konventionellen Medizin wird ergänzt durch ein breites Spektrum an Selbsthilfemaßnahmen aus der naturheilkundlichen Therapie. Abgerundet wird der neue Ratgeber durch Berichte von Betroffenen, Angehörigen und Therapeuten, die die vielschichtigen Krankheitsbilder der Essstörungen aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und somit ein gegenseitiges Verständnis erzeugen.

Eine begleitende naturheilkundliche Therapie von Essstörungen kann dabei helfen, symptomfrei zu werden oder zu bleiben. Selbsthilfestrategien aus der Naturheilkunde umfassen dabei ernährungstherapeutische Maßnahmen, Entspannungsverfahren und diverse Zubereitungen aus Heilpflanzen. Achtsamkeitsverfahren sind dabei besonders hilfreich, um die Körperwahrnehmung zu fördern und die Krankheit anzunehmen, was ein essenzieller Schritt zu einer erfolgreichen therapeutischen Behandlung ist. Ausgewählte Heilpflanzen werden in einzelnen Pflanzenportraits vorgestellt: Flohkraut eignet sich hervorragend zur Regulierung der Verdauung, während Zubereitungen aus Galgant die Nahrungsverträglichkeit verbessern. Ein weiterer Bereich für die Phytotherapie sind Unruhezustände, Angst und Depressionen. Inhaltsstoffe von Rosenwurz wirken regulierend auf den Dopamin- und Serotoninhaushalt, wodurch das psychische Befinden, der Schlaf- und Wachrhythmus und sogar der Appetit positiv beeinflusst werden können.

Das laienverständliche Buch ist in fünf Teile eingeteilt: Im ersten Teil des Buches werden Grundlagen von gestörtem Essverhalten sowie die Auslöser und Risikofaktoren für das Auftreten dieser Erkrankungen ausführlich thematisiert. Der Diagnose von Essstörungen, von der Früherkennung bis zum Patientengespräch, ist der zweite Abschnitt gewidmet. Die unterschiedlichen Formen von gestörtem Essverhalten, u.a. Bulimie, Magersucht aber auch atypische und seltene Essstörungen werden im dritten Teil dargestellt. Diverse Selbsthilfemaßnahmen aus der Naturheilkunde wie der Einsatz von Heilpflanzen und die Zufuhr von Nährstoffen zum Ausgleich von Mangelerscheinungen werden im vierten Teil des Ratgebers detailliert vorgestellt. Im letzten Teil finden Angehörige von Menschen mit Essstörungen Hilfestellungen und Informationen.

Dr. Nadine Berling ist Ökotrophologin und promovierte in der theoretischen Medizin über Heilpflanzen und Tibetische Medizin. Im Jahre 2001 absolvierte sie ein Praxissemester in Nepal bei einem tibetischen Arzt. Nach zehnjähriger Forschungstätigkeit im Bereich der tibetischen Medizin, die auch von der Carstens-Stiftung gefördert wurde, kehrte sie 2011 nach Deutschland zurück und setzt sich seitdem verstärkt mit der europäischen Pflanzenheilkunde und Ernährungskrankheiten auseinander.

Die gemeinnützige Karl und Veronica Carstens-Stiftung wurde 1981 vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens und seiner Ehefrau Dr. Veronica Carstens gegründet. 40 Jahre nach ihrer Errichtung ist die Carstens-Stiftung eine bedeutende Wissenschaftsorganisation auf dem Gebiet der Naturheilkunde und Komplementärmedizin und hat mit einer Fördersumme von 40 Millionen Euro über 300 Forschungsprojekte unterstützt. Sie setzt sich für die Verankerung von Naturheilkunde und Komplementärmedizin in der medizinischen Forschung und Patientenversorgung ein. Hauptaufgaben sind die Förderung wissenschaftlicher Forschung und des medizinischen Nachwuchses sowie die fundierte Aufklärung über Anwendung und Nutzen der naturheilkundlicher und komplementärmedizinischer Verfahren.

Ursula Heim, M.A.
Ursula Heim, M.A.

Pressesprecherin i.V.

Öffentlichkeitsarbeit

bis 5/2021