Integrative Medizin
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Studien kurz und knapp

Weniger Hitzewallungen durch Traubensilberkerze

Von Michèl Gehrke

Frauenheilkunde Phytotherapie

Frauen, die unter postmenopausalen Beschwerden leiden, kann durch Extrakte der Traubensilberkerze geholfen werden.

Frauen, die unter postmenopausalen Beschwerden - also z.B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche - leiden, kann geholfen werden, und zwar durch Extrakte der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa). Diese Erkenntnis ist nicht neu, wurde aber kürzlich in einer systematischen Übersichtsarbeit bestätigt (1). Die Forscher bewerteten insgesamt 9 randomisierte Studien mit über 1300 PatientInnen, in denen Cimicifuga-Präparate mit einem Placebo bei Postmenopausalsyndrom verglichen wurde, wobei solche ausgeschlossen waren, in denen Brustkrebspatientinnen behandelt wurden.

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Allen Studien wurde eine relativ hohe methodische Qualität zugebilligt. Ihre Ergebnisse variierten aber beträchtlich: Sieben Studien zeigten zum Teil deutliche Effekte der Cimicifuga-Präparate, zwei Studien konnten keinen Vorteil erkennen. Insgesamt, so schätzen die Forscher, kann die Beschwerderate unter Traubensilberkerze im Vergleich mit einem Placebo um ein Viertel reduziert werden. Das ist auch deshalb erstaunlich, weil schon die Placebogabe allein oft deutliche Effekte aufweist.

Einschätzung

In ihrer Methodik folgt die Arbeit internationalen Kriterien, könnte also eigentlich als beweiskräftig gelten, wenn es nicht eine Ausnahme gäbe: es wurden nur englischsprachig veröffentlichte Studien eingeschlossen. Dieses schränkt die Aussagekraft deutlich ein, da bekanntermaßen Studien mit positivem Ergebnis häufiger englisch veröffentlicht werden als solche mit negativem Ausgang.

Literatur

Shams et al., Efficacy of black cohosh-containing preparations on menopausal symptoms: a meta-analysis.. Altern Ther, 2010 Abstract

Michèl Gehrke

Michèl Gehrke

M.A. Pressesprecher der Karl und Veronica Carstens-Stiftung

Telefon: 0201 56 305 61

E-Mail: m.gehrke@carstens-stiftung.de