Carstens-Stiftung: Homöopathie

Rubrik: Wir für Journalisten

Richtigstellung zum SWR-Beitrag "Homöopathie – Die Macht der Kügelchen" (29.01.2020)

Am 29.01.2020 sendet der SWR "Homöopathie – Die Macht der Kügelchen", einen Film von Patrick Hünerfeld. Dieser enthält einige explizite Aussagen sowie implizit suggerierte Sachverhalte, die aus Sicht der Karl und Veronica Carstens-Stiftung einer Richtigstellung bedürfen.

Von etwa min. 23:50-26:30 wird auf einen Vortrag eingegangen, den Dr. Jens Behnke, Programmleitung Integrative Medizin der Carstens-Stiftung, auf dem DZVhÄ-Kongress gehalten hat, der vom 29.05.-01.06.2019 in Stralsund stattgefunden hat. In dem Vortrag (hier in ungeschnittener Fassung zu sehen) wurde u.a. eine Studie vorgestellt, in der Homöopathie bei Krebs zusätzlich zu konventionellen Therapien angewendet wurde. Die Aussage, man könne Krebs allein mit Homöopathie behandeln, ist im Publikum gefallen, nicht im Vortrag – sie entspricht also auch nicht der Ansicht von Herrn Dr. Behnke oder der
Carstens-Stiftung.

Der Beitrag suggeriert durch Schnitte bzw. Montage und Audio-Kommentar, Herr Dr. Behnke oder die Carstens-Stiftung seien nicht am Wohl der Patienten interessiert. Das Gegenteil ist der Fall. So sieht sich die Carstens-Stiftung samt ihrer Mitarbeitenden dem Leitsatz ihrer Gründerin verpflichtet: "Der Arzt und die Ärztin der Zukunft sollen zwei Sprachen sprechen, die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie. Sie sollen im Einzelfall entscheiden können, welche Methode die besten Heilungschancen für den Patienten bietet." Ziel ist eine Integrative Medizin, die beide Welten zum Wohle des Patienten vereint.

Um dieses Ziel zu erreichen, betreibt die Carstens-Stiftung keineswegs Lobbyarbeit, wie im Beitrag durch die Bezeichnung von Dr. Behnke als "Homöopathie-Lobbyist" oder der wiederholten Attribuierung der Stiftung als "einflussreich" z.B. bei min. 23:08 fälschlicherweise nahegelegt wird. Vielmehr fördert die Carstens-Stiftung unvoreingenommene, ergebnisoffene Forschungauch, aber nicht nur – zur Homöopathie, die von ca. der Hälfte der Bevölkerung angewendet wird. Auch Prof. Dr. Andreas Michalsen, der Vorstandsvorsitzende der Carstens-Stiftung, hält "die Homöopathie-Forschung für sehr sinnvoll. Wir sind sogar verpflichtet, die Rätsel und bestehenden Widersprüche in den klinischen Studien aufzulösen. Vor allem sollten wir mehr über die Rolle der Anamnese und die Resonanz zwischen Arzt und Patient herausfinden" (Quelle).

Die im Beitrag etwa zwischen min. 28:10-30:05 aufgestellte Suggestion, die Carstens-Stiftung habe ihrem Vorstandsvorsitzenden "einen Maulkorb verpasst" entbehrt jeglicher Grundlage, grenzt sogar an Absurdität. Eine homöopathische Behandlung ist unter ärztlichen Alltagsbedingungen, d.h. in der Praxis, klinisch nützlich. Dies zeigt die Versorgungsforschung. Sie ist also "mindestens ein Superplacebo. Gewissheit erlangen können wir letzten Endes nur über Forschung, wie sie die Karl und Veronica Carstens-Stiftung seit nunmehr Jahrzehnten ermöglicht" (Zitat Prof. Dr. Andreas Michalsen).

Ergänzung (03.02.2020):

Parallel zur Ausstrahlung des Films hatte der SWR seine Zuschauer zu Ihrer Meinung über die Homöopathie befragt. Obwohl sich in den Kommentaren zum Beitrag zahlreiche Menschen positiv zur Homöopathie äußerten, sprachen sich laut Abstimmungsergebnis nur 3% der Teilnehmer für diese Behandlungsform aus (Stand: 31.01.2020). Offenbar – wie die SWR-Redaktion einräumt – ein von extern manipuliertes Ergebnis. Inzwischen hat die Redaktion dieses manipulierte Ergebnis entfernt.

SWR-Abstimmung zur Homöopathie von extern manipuliert.

Michèl Gehrke, M.A.

Pressesprecher

Telefon: 0201 56 305 61
E-Mail: m.gehrke@carstens-stiftung.de


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„Der Arzt und die Ärztin der Zukunft sollen zwei Sprachen sprechen, die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie. Im Einzelfall sollen sie entscheiden können, welche Methode die beste für den Patienten ist.“

(Veronica Carstens)

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