Rubrik: Studien kurz und knapp

Mit Globuli gegen PMS

Eine Studie zeigt Vorteile einer neuen Methode zur Ermittlung der homöopathischen Mittel auf Basis individueller Symptome.

Eine halbstandardisierte "Hausapotheke" auf der Basis von Schlüsselsymptomen, wie sie zahlreiche Frauen in der prämenstruellen Phase erfahren, bildet die Grundlage einer niederländischen Studie. Die Beobachtungsstudie wurde in 20 Arztpraxen unter Beteiligung von knapp 80 Patientinnen mit einer Geschichte prämenstrueller Beschwerden durchgeführt. Für die Hauptsymptome wie Spannungsgefühl in der Brust, schmerzende Gliedmaßen, Unterleibsschmerzen, depressive Verstimmung etc. wurden insgesamt elf homöopathische Mittel auf der Basis einer algorithmischen Verschreibungsmethode ermittelt.

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Die Potenzwahl blieb allerdings den behandelnden Ärzten überlassen. Über mehrere Monate führten die beteiligten Frauen ein Tagebuch über die Entwicklung ihrer Beschwerden und deren Beeinflussung durch die homöopathische Medikation. Zu Studienende waren die PMS-spezifischen Beschwerden der meisten Frauen zurückgegangen. 40 Prozent der Frauen berichteten über eine deutliche Linderung.

Einschätzung:

Der in der Studie verwendete Algorithmus zur Symptomatik prämenstrueller Beschwerden stellt ein probates Instrument dar, wenn es um die Reproduzierbarkeit dieser Studie in ähnlichem Kontext geht. Interessant wäre eine Wiederholung der Studie unter Einbeziehung einer oder mehrerer Kontrollgruppen.

Literatur

Klein-Laansma CT, Jansen JCH, Van Tilborgh AJW, Van Vliet M. Evaluation of semi standardized individualized homeopathic treatment of 77 women with premenstrual disorders: Observational study with 9 months follow-up. Altern Ingegr Med 2014; 3(3): 1000164. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

Daniela Hacke

Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Bibliothek | Informationsmanagement

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