Studien kurz und knapp

Bockshornklee sorgt für Milchsteigerung in der Stillzeit

Phytotherapie

Türkische Forscher haben gezeigt, dass ein Tee aus Bockshornklee die Milchbildung fördert und die Ernährungssituation des Säuglings verbessert.

In Deutschland sind Fenchel und Anis besonders beliebt; weltweit zählt Bockshornklee zu den Favoriten, wenn es darum geht, bei Stillenden die Milchbildung anzuregen.

Türkische Forscher haben jetzt neue Daten vorgelegt und nachweisen können, dass ein Tee aus Bockshornklee tatsächlich die Milchbildung fördert und die Ernährungssituation des Säuglings verbessert. Die Forscher teilten 66 Mütter von Neugeborenen in drei Gruppen auf. Eine Gruppe wurde dazu angehalten, dreimal täglich eine Tasse eines kommerziell erhältlichen Bockshornkleetees zu trinken. Eine zweite Gruppe erhielt stattdessen einen Apfeltee, die dritte Gruppe blieb unbehandelt. Tatsächlich hatte der Apfeltee keinen Einfluss auf die Milchbildung, die durchschnittliche Milchmenge war am dritten Tag nach der Geburt im Vergleich zur unbehandelten Gruppe nahezu unverändert (39 ml bzw. 31 ml). Nach dem Bockshornkleetee stieg sie dagegen etwa auf das Doppelte an (73 ml).

Gleichzeitig verloren die Säuglinge nach der Geburt weniger Gewicht und erreichten schon nach etwa einer Woche ihr Geburtsgewicht. Ohne Tee dauerte das drei Tage, nach dem Apfeltee aber nur einen halben Tag länger.

Einschätzung:
Leider berichten die Autoren nicht, ob die Mütter eine zusätzliche Maßnahme zur Milchsteigerung  ergriffen, oder ob andere Nahrung zugeführt wurde. Das wäre allein schon deshalb interessant gewesen, um zu beurteilen, warum die Kinder der Apfelteegruppe ihr Geburtsgewicht fast ebenso schnell erreichten wie die der Bockshornkleegruppe.


Turkyılmaz C, The Effect of Galactagogue Herbal Tea on Breast Milk Production and Short-Term Catch-Up of Birth Weight in the First Week of Life. J Altern Complem Med, 2011, 17(2):139-142 Opens external link in new windowAbstract

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