Studien kurz und knapp

Starke Leber mit Kurkuma

Das gelbe Gewürz soll die Leberfunktion verbessern

Mehrere Tierversuche bestätigten bereits die leberschützende Wirkung von Kurkuma. Ob dieser Effekt auch im Humanversuch auftritt, untersuchte nun eine aktuelle Doppelblindstudie.

Wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaft wird Kurkuma, wegen seiner Farbe auch Gelbwurzel genannt, schon lange in der Ayurvedischen Medizin verwendet. Auch bei nicht bösartigen Krebsvorstufen zeigte Kurkuma überraschende Ergebnisse. Laut experimenteller Tierstudien zeigt das aus der Wurzel der Kurkuma-Pflanze hergestellte gelbe Pulver auch deutliche leberschützende Wirkungen.

Koreanische Wissenschaftler überprüften diese Ergebnisse, indem sie im Rahmen einer Studie insgesamt 60 Probanden mit erhöhten Alanin-Transaminase-Werten (Hinweis auf eine Schädigung der Leberzellen), für 12 Wochen zur täglichen Einnahme von zwei Kapseln eines fermentierten Kurkuma-Pulvers oder aber eines Placebomedikaments anhielten. Die Zuteilung zu der Kurkuma- und der Placebogruppe erfolgte nach dem Zufallsprinzip.

Nach 12 Wochen zeigte sich in der Kurkuma-Gruppe ein statistisch signifikanter Rückgang des gemessenen Alanin-Transaminase-Levels durch die Einnahme von 3 Gramm fermentierten Kurkuma-Pulvers pro Tag. Andere für die Leberfunktion relevante Werte wurden dahingegen nur unwesentlich gesenkt.

Einschätzung:
Da die Probandenzahl relativ niedrig ist, kann das Ergebnis allenfalls eine Tendenz aufzeigen. Leider konnten von den 60 eingeschlossenen Probanden am Ende nur die Daten von 48 Teilnehmern im Rahmen der Analyse ausgewertet werden. Auch hätte man per Messverfahren wie CT und MR, aber auch durch Leberbiopsien möglicherweise genauere und aufschlussreichere Daten erhalten. Zukünftige Studien zu dieser Thematik sollten diese Aspekte berücksichtigen.

Achtung:
Vor der Einnahme von Präparaten, die Kurkumin enthalten, wird zur Konsultation eines Arztes geraten. Eine Überdosierung (zwischen 8 und 12 Gramm pro Tag) kann zu Reizungen der Magenschleimhaut sowie erhöhtem Gallenfluss führen.
Es sind Fälle bekannt, in denen Kurkuma bei TTP-Patienten (TTP = thrombozytopenische Purpura) lebensbedrohliche Schübe ausgelöst haben.


Kim SW, Ha K-C, Choi E-K, Jung S-Y, Kim, M-G, Kwon D-Y, Yang H-J, Kim M-J, Kang H-J, Back H-I, Kim S-Y, Park S-H, Baek H-Y, Kim Y-J, Lee J-Y, Chae S-W. The effectiveness of fermented turmeric powder in subjects with elevated alanine transaminase levels: a randomised controlled study. BMC Complement Altern Med 2013; 13: 58 Opens external link in new windowAbstract

Immer gut informiert –

der Newsletter der
Carstens-Stiftung : Natur und Medizin

✓ einmal im Monat
✓ gratis
✓ jederzeit kündbar

Mitglieder profitieren
mehrfach –

alle Infos zur
Fördermitgliedschaft

mehr erfahren

Unterstützen Sie unsere Arbeit

und stärken Sie mit Ihrer Spende Naturheilkunde und Homöopathie.

„Der Arzt und die Ärztin der Zukunft sollen zwei Sprachen sprechen, die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie. Im Einzelfall sollen sie entscheiden können, welche Methode die beste für den Patienten ist.“

(Veronica Carstens)