Homöopathischer Weltärztekongress in Leipzig, vom 14. bis 17.06.2017

Homöopathischer Weltärztekongress in Leipzig

CAM-News

Vorträge auf dem Homöopathischen Weltärztekongress

Heute beginnt der Homöopathische Weltärztekongress in Leipzig, bei dem die Carstens-Stiftung ebenfalls vertreten ist. Dr. Jens Behnke, verantwortlich für das Referat Homöopathie in Forschung und Lehre, wird im Rahmen der Veranstaltung drei Vorträge halten:

1. Vortrag zum Öffnet externen Link in neuem FensterGlobulista Studententag

Thema: The current state of homeopathic research

Donnerstag | 15.06.2017 | 09:45–10:15 Uhr | SCHILLER-SAAL

„Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen (effectiveness) der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung (efficacy) potenzierter Arzneimittel.“ [1]


2. Vortrag über die Studierendenveranstaltung des DZVhÄ

Thema: Wirkung ohne Moleküle? Theorie und Empirie des Wirkprinzips potenzierter Arzneimittel

Freitag | 16.06.2017 | 17:15–18:45 Uhr | Schumann-Saal 

In diesem Vortrag geht es speziell um die möglichen Erklärungen für die Wirksamkeit von Hochpotenzen bzw. deren Nachweis in Versuchsaufbauten mit physikalischen Instrumenten, Pflanzen und Tieren.

Die Grundlagenforschung zur Homöopathie hat mittlerweile nachgewiesen, dass es wahrscheinlich noch Restmoleküle der Ursprungssubstanz auch in hochpotenzierten homöopathischen Arzneimitteln gibt. Diese reichen jedoch definitiv nicht aus, um eine Wirksamkeit nach den gängigen Vorstellungen der Pharmakologie zu begründen. Da sich aber in über 1600 Experimenten an physikalischen, chemischen und biologischen Testsystemen klar gezeigt hat, dass z. B. auch Strahlendetektoren, Kristalle, Mikroorganismen oder Frösche auf ultramolekulare Verdünnungen reagieren, lässt sich schließen, dass der Wirkmechanismus homöopathischer Arzneimittel ein anderer sein muss als derjenige konventioneller. Welcher Art er genau ist, ist noch nicht bekannt. Das Phänomen existiert aber zweifelsfrei. Es nicht zur Kenntnis zu nehmen, weil es nicht unter Rückgriff auf Modelle und Theorien erklärbar ist, die man liebgewonnen hat, zeugt von einer unwissenschaftlichen Geisteshaltung.


3. Standardkongressprogramm, Sektion „Future research“

Thema: Future directions of research in homeopathy – results of an expert meeting

Samstag | 17.06.2017 | 11:00–11:30 Uhr | Großer Saal 

Es geht vornehmlich um die Fokussierung bestimmter Forschungsbereiche:

• Grundlagenforschung zur Optimierung der Labormodelle und zum Verständnis des Wirkprinzips

• Unabhängige Replikationen von Studien in klinischer und Grundlagenforschung

• Pragmatische RCTs ohne Placebokontrolle, sondern einer Standardbehandlung in der Vergleichsgruppe

Die wissenschaftliche Durchdringung von Naturheilkunde und Homöopathie ist der Hauptsatzungszweck der Carstens-Stiftung. Insbesondere die Homöopathie wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Daher ist uns die Förderung hochwertiger Forschungsprojekte auf diesem Gebiet ein besonderes Anliegen. Die bereits gewonnenen Daten aus der klinischen Forschung belegen hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung und sprechen darüber hinaus überwiegend für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.

Über diese allgemeinen Feststellungen hinaus bleiben jedoch viele Fragen offen: Es mangelt vielfach an unabhängigen Replikationen methodisch einwandfreier Studien, die diese Resultate als gesichert erscheinen lassen. Darüber hinaus kann das Wirkprinzip homöopathischer Arzneimittel bislang nicht zufriedenstellend erklärt werden. Die Homöopathie ist daher zwar eines der am weitesten verbreiteten und beliebtesten komplementären Therapieverfahren. Aber sie erfährt keine hinreichende wissenschaftliche Anerkennung. Wir setzten uns daher weiterhin für die seriöse, unabhängige Erforschung dieser Methode ein.

 

Dr. Jens Behnke, Carstens-Stiftung : Natur und Medizin

Dr. Jens Behnke

Programmleitung Homöopathie in Forschung und Lehre

Telefon: 0201 56 305 13 und 0178 5594 308
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailj.behnke@carstens-stiftung.de


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„Der Arzt und die Ärztin der Zukunft sollen zwei Sprachen sprechen, die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie. Im Einzelfall sollen sie entscheiden können, welche Methode die beste für den Patienten ist.“

(Veronica Carstens)