Integrative Medizin
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Wir

Karl und Veronica Carstens


Wegbereiter der integrativen Medizin

Ihre Kinderlosigkeit war der Anstoß für eine wegweisende Idee: Eine Stiftung für die Erforschung der Naturheilkunde und Homöopathie. Im Jahr 1982 legten der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Karl Carstens (1914-1992) und seine Frau Dr. Veronica Carstens (1923-2012), die selbst Ärztin für Innere Medizin und Naturheilkunde war, den Grundstock für die Karl und Veronica Carstens-Stiftung.

Das damals formulierte Ziel lautete: Wissenschaftliche Voraussetzungen schaffen, damit Naturheilkunde und Homöopathie anerkannt werden, und sie in die Schulmedizin und universitäre Lehre integriert werden können.

Veronica Carstens: "Da wir keine Kinder hatten, dachte mein Mann während seiner Präsidialzeit immer wieder über unser Testament nach. Denn es bestand ja durchaus die Möglichkeit, dass wir auf den vielen Erd umkreisenden Dienstreisen zusammen ums Leben kommen könnten. Es lag nahe, einen karitativen Fond zu gründen."

Erstaunlicherweise war es Karl Carstens, der den Gedanken hatte, eine Stiftung zur Erforschung der Naturheilkunde zu gründen. Seine Frau war von dem Vorschlag sehr angetan. In Folge ihrer langjährigen praktischen Tätigkeit als Ärztin war sie von den Möglichkeiten dieser Therapierichtungen überzeugt.

Anfang der 80er Jahre verwendeten zwar weite Teile der Bevölkerung Naturheilverfahren, Wissenschaft und Medien hatten sich bisher jedoch kaum für das Thema interessiert. Veronica Carstens: "Dann trat etwas völlig Unerwartetes ein: Als die Existenz der Stiftung an die Öffentlichkeit drang, war die Resonanz überwältigend. Tausende verstanden unser Anliegenund wollten helfen, die Ziele in die Tat umzusetzen."

Das Problem: In einer Stiftung kann man nicht Mitglied werden und die Anfragen aus der Bevölkerung nach Auskünften und Fördermöglichkeiten rissen nicht ab. So lag es nahe einen Verein zu gründen - mit zwei Aufgaben: Erstens, die Mitglieder in Fragen zu Naturheilkunde und Homöopathie zu beraten. Zweitens, die Mittel für die Stiftung bereitzustellen für neue Projekte. 1983 wurde deshalb Natur und Medizin gegründet.

Mit Hilfe der Bevölkerung waren damit innerhalb kürzester Zeit die Gelder für das erste Forschungsprojekt zum provokanten Thema "Erdstrahlen" verfügbar. Noch heute finanziert sich die Stiftung ausschließlich über die Beiträge und Spenden der Mitglieder von Natur und Medizin - weltweit eine einmalige Situation.

Die Naturheilkunde war der Lebensinhalt von Veronica Carstens: "Ich glaube, dass die Stiftung und ihr Förderverein der Hauptauftrag in meinem Leben waren. Ein Auftrag, der mich reich beschenkt hat", und obendrein von Erfolg gekrönt ist. Natur und Medizin hat heute 28.000 Mitglieder und zählt zu den großen Patientenorganisationen in Deutschland. Die Carstens-Stiftung ist die wichtigste Fördereinrichtung für Naturheilkunde und Homöopathie in Europa.