Integrative Medizin
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Carstens-Stiftung: Indische Wunderbeere mit positiven Effekten
Studien kurz und knapp

Indische Stachelbeere – vorbeugend gegen Krebs?

Von Daniela Hacke

Phytotherapie

Dass die Indische "Wunderbeere" aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe sehr gesund ist – das ist bereits bekannt. Doch nun vermuten Wissenschaftler weitere Potenziale.

Die Indische Stachelbeere (Phyllanthus emblica), auch Amla-Frucht genannt, ist eine der meist erforschten Pflanzen des ayurvedischen Medizinsystems. In experimentellen Untersuchungen wurden ihr insbesondere antivirale und antimikrobielle Eigenschaften nachgewiesen. Möglicherweise hat die indische "Wunderbeere" aber noch mehr Potenziale, so lässt zumindest eine aktuelle Übersicht über die vorklinische Forschung vermuten.

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So belegen mehrere experimentelle Studien ihre krebsvorbeugende Wirkung. Außerdem schützt sie die gesunde Zellsubstanz während einer Chemotherapie oder Strahlentherapie vor Schäden. Wahrscheinlich liegt die Ursache ihrer positiven Effekte in der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe (Tannine, Alkaloide, Flavonole und Vitamin C). Ihr hoher Gehalt an Vitamin C übertrifft sogar noch den von Orangen und Zitronen. Im Laborversuch an Zellen sind vor allem die zellschützenden und immunstimulierenden Eigenschaften der Amala-Frucht hervorgetreten.

Einschätzung

Bis Untersuchungen am Menschen durchgeführt werden können, wird wohl noch eine längere Zeit vergehen. Die nächste Stufe der Erforschung ist das Tierexperiment. Bis dahin kann man sich an der Amla-Beere jedoch als köstlicher Ingredienz von Chutneys, vegetarischen Gerichten und anderen schmackhaften Spezereien der indischen Küche erfreuen.

Literatur

Baliga MS, Dsouza JJ. Amla (Emblica officinalis Gaertn), a wonder berry in the treatment and prevention of cancer. Eur J Cancer Prev 2011; 20:225-239 Abstract