Neuerscheinungen KVC Verlag

Forschungsplattform Demenz

In der Buchreihe CAM EXPERTISE sind jetzt die Ergebnisse einer Tagung im Januar 2016 an der Universität Erlangen-Nürnberg erschienen.

In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt – eine große Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Trotz erheblicher Forschungsanstrengungen ist eine Heilung nicht in Sicht, und die langjährige Anwendung der verfügbaren Medikamente ist mit Nebenwirkungen behaftet, die den Zustand der Patienten eher verschlechtern. In den letzten Jahren ergänzen daher komplementärmedizinische, nicht-medikamentöse Ansätze die Behandlungsoptionen. Allerdings sind auch viele dieser Verfahren in ihrer Wirksamkeit nicht ausreichend belegt. In diesem Spannungsfeld sind neue und wissenschaftlich untermauerte Ergebnisse wichtig.
Wie bereits in der Mitgliederzeitschrift berichtet (z.B. Ausgabe 2/2016), stellt sich die Carstens-Stiftung mit einem großen Förderprojekt dem Thema Demenz. Das über einen Zeitraum von drei Jahren geförderte Projekt „Forschungsplattform Demenz“ ist mit dem Auftrag verbunden, einen innovativen Ansatz zu entwickeln. Wichtige Ziele sind neue Ansätze in der Vorbeugung und Behandlung von Demenzerkrankungen, der Aufbau einer interdisziplinären Arbeitsgruppe und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Guter Einblick in die Demenzforschung

Als Auftakt des Projektes wurde im Januar 2016 eine Expertentagung in Erlangen veranstaltet, deren Ergebnisse jetzt in Buchform vorliegen. Das Buch fasst die zum Startpunkt der Projektförderung vorliegenden Kenntnisse zusammen und bringt im Anschluss an den Expertenworkshop die Wissenschaftler zusammen, die sich sowohl auf dem Gebiet der Demenzforschung auskennen, als auch komplementäre Therapieansätze verfolgen.
In vier inhaltlichen Teilen nähern sich die Experten dem Thema an: Teil 1 enthält Maßnahmen zur primären Prävention der Demenzen. Wie bei allen chronischen Leiden spielt auch bei der Demenz der Lebensstil eine tragende Rolle. Im zweiten Teil werden nicht-medikamentöse Therapieverfahren dargestellt: Musik- und Bewegungstherapie, der Einsatz neuer Technologien und pflegerische Maßnahmen bei „herausforderndem Verhalten“. Teil 3 benennt Versorgungsdefizite bei Demenzen und Strategien zu deren Behebung. Von Beratungsangeboten über nationale und internationale strategische Initiativen bis zur Ethik der Demenzbehandlung wird ein weiter Bogen gespannt. Schließlich runden Erfahrungen aus der Praxis der Demenzversorgung den Tagungsband ab.


Das Buch ist eine exzellente Zusammenstellung der derzeitigen Forschungsergebnisse zu Präventions-, Therapie- und Versorgungsstrategien und formuliert zugleich die drängenden Fragen für die Zukunft der Demenzforschung. Ein Fachbuch, das auch interessierten Laien einen guten Einblick gibt.


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(Veronica Carstens)