Komplementäre und
Integrative Medizin
Zum Hauptinhalt springen Zum Seiten-Footer springen
Natürlich herzgesund
Ein Ratgeber für Menschen mit koronarer Herzkrankheit

Natürlich herzgesund

Veröffentlicht am
Herz-Kreislauf Naturheilkunde

Herz- und Kreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Die moderne kardiologische Therapie kann in akut-lebensbedrohlichen Situationen helfen und vielen Patient*innen das Leben retten. Gleichzeitig ist inzwischen anerkannt, dass mehr als 90 Prozent aller Herzinfarkte "hausgemacht" sind, d.h. sie werden verursacht durch Faktoren des persönlichen Lebensstils.

KVC Verlag, Essen 2022 • Anna Paul, Andreas Michalsen • 195 Seiten •
ISBN 978-3-96562-063-6 • 17,00 EUR

Besonders bei Menschen, die an einer chronischen Herzkrankheit leiden, hat neben der konventionellen Therapie die konsequente Lebensstilveränderung oberste Priorität, damit kein Infarkt oder Schlaganfall auftritt. Inzwischen ist belegt, dass durch die deutliche Senkung mehrerer Risikofaktoren (z.B. Nikotin- und Alkoholkonsum, Bluthochdruck oder Stress) sogar die Rückbildung von Verengungen an den Herzkranzgefäßen (Arteriosklerose) möglich ist.

Doch wie kann eine Lebensstilveränderung erfolgreich umgesetzt und durchgehalten werden? Wie gelingt es, den "inneren Schweinehund" zu überwinden?

Hierzu hat die Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte das gesundheitsfördernde SAFE-LIFE Programm entwickelt und wissenschaftlich geprüft. Die Inhalte und Erkenntnisse daraus können Patienten in der 2. Auflage von "Natürlich herzgesund" nachlesen. Neben bekannten Themen wie Ernährung, Bewegung und Stressreduktion gibt es einen ausführlichen Anleitungsteil mit zahlreichen Rezepten, Übungen, naturheilkundlichen Selbsthilfestrategien und Arbeitshilfen. Besonderes Augenmerk wird auf die Motivation und Krisenbewältigung nach Rückfällen in alte Gewohnheiten gelegt. Die Festigung der elementaren Gesundheitssäulen ist präventiv für alle wichtig, für Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit kann sie lebensnotwendig sein.

Dr. Anna Paul ist Leiterin der Ordnungstherapie/Mind-Body-Medizin in der Klinik für Naturheilkunde & Integrative Medizin am Evangelischen Krankenhaus Essen-Steele. Sie ist Mitarbeiterin am Stiftungslehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und leitet die Arbeitsgruppe Prävention & Gesundheitsförderung mit Forschungsprojekten zum Thema Lebensstilveränderung und Gesundheitsförderung im Betrieb. Sie ist als Referentin in der ärztlichen Weiterbildung tätig und leitet Seminare zu den Themen Mind-Body-Medizin, Stressbewältigung und Yoga. Dr. Paul ist seit 2011 Vorstandsvorsitzende von Natur und Medizin, dem Förderverein der Karl und Veronica Carstens-Stiftung.

Prof. Dr. Andreas Michalsen ist Chefarzt des Zentrums für Naturheilkunde am Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee. Darüber hinaus ist er Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde an der Berliner Charité. Als Leitender Oberarzt war er bis 2009 in der Klinik für Naturheilkunde & Integrative Medizin am Evangelischen Krankenhaus Essen-Steele maßgeblich an der SAFE LIFE-Studie beteiligt: Er entwickelte ein innovatives Behandlungs- und Vorbeugungsprogramm für die tagesklinische Betreuung von Herzpatienten. Seine Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit den Themen der Mittelmeerkost, der Vollwerternährung, der Raucherentwöhnung und der Stressreduktion bei Koronarerkrankungen sowie mit der Therapie der Herzinsuffizienz und ergänzenden Behandlungsmöglichkeiten durch Kneipp-Therapie. Michalsen ist der Vorstandsvorsitzende der Carstens-Stiftung.

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung

Die gemeinnützige Karl und Veronica Carstens-Stiftung wurde 1981 vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens und seiner Ehefrau Dr. Veronica Carstens gegründet. 40 Jahre nach ihrer Errichtung ist die Carstens-Stiftung eine bedeutende Wissenschaftsorganisation auf dem Gebiet der Naturheilkunde und Komplementärmedizin und hat mit einer Fördersumme von 40 Millionen Euro über 300 Forschungsprojekte unterstützt.

Sie setzt sich für die Verankerung von Naturheilkunde und Komplementärmedizin in der medizinischen Forschung und Patientenversorgung ein. Hauptaufgaben sind die Förderung wissenschaftlicher Forschung und des medizinischen Nachwuchses sowie die fundierte Aufklärung über Anwendung und Nutzen der naturheilkundlicher und komplementärmedizinischer Verfahren.