Studien kurz und knapp

Wie man geht, so gehts einem

Schwungvoller Gang kann Depressionen vertreiben

Biofeedback: Die Körperhaltung beim Gehen ist entscheidend für unser psychisches Wohlbefinden, wie eine Studie nun zeigt.

Die Tatsache, dass Sport und Bewegung gut ist, um depressive Stimmungen zu vertreiben, dürfte bekannt sein. Nun entdeckten Wisssenschaftler, dass nicht nur die Intensität der Bewegung, sondern auch die Körperhaltung unsere Psyche beeinflusst.

Unter Verwendung einer Biofeedback-Methode veranlassten die Wissenschaftler 47 an der Studie teilnehmenden Studenten zu verschiedenen Körperhaltungen (z.B. aufrecht oder gebeugt) während des Gehens auf einem Laufband. Die Ganggeschwindigkeit wurde jedoch konstant gehalten. Eine neutrale Anzeige mit einem Zeiger suggerierte den Teilnehmern eine bestimmte Körperhaltung, die sie unbewusst dann auch einnahmen. Eine Kamera zeichnete währenddessen die Körperhaltung auf. Anschließend wurde gemessen, wie viele positive oder negative Wörter sich die Studenten merkten, die ihnen vorgelesen wurden.

Eine depressive Körperhaltung führte interessanterweise auch zu einer vermehrten Erinnerung an negative Begriffe, während eine schwungvolle, aufgerichtete Körperhaltung die Teilnehmer mehr positive Worte erinnern ließ.

Interessant ist diese Erkenntnis besonders für depressive Menschen, denen Wissenschaftler attestieren, dass diese sich eher an negative Erlebnisse als an positive erinnern. Unter dem Strich könnte die hier angewandte Biofeedback-Methode eine einfach umzusetzende Maßnahme in der Behandlung von Depressionen darstellen.


Michalak J, Rohde K, Troja NF. How we walk affects what we remember: gait modifications through biofeedback change negative affective memory bias. J Behav Ther Exp Psych 2015; 46: 121-125 Opens external link in new windowAbstract

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