Integrative Medizin
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Carstens-Stiftung: Pflanzen in der Alzheimertherapie
Studien kurz und knapp

Pflanzen in der Alzheimertherapie

Von Dr. Jürgen Clausen

Nervensystem Alzheimer

Ashitaba Pflanze verbessert die Gedächtnisleistung: Eine Therapie, die Alzheimer heilt, gibt es nicht. Die Forschung sucht jedoch nach Möglichkeiten, die Gedächtnisleistung der Betroffenen zu steigern. Dabei spielen vor allem auch Pflanzenextrakte eine bedeutende Rolle.

Ein Ansatz in der Alzheimertherapie ist es, die Konzentration von Botenstoffen im Gehirn zu erhöhen, um die Gedächtnisleistung zu steigern. Neben künstlich hergestellten Substanzen werden auch pflanzliche Substanzen untersucht.

In der vorliegenden Studie (1) wurden Mäuse mit Gedächtnisstörungen mit einem Extrakt aus der Ashitaba Pflanze (Angelica keiskei) behandelt. Anschließend mussten die Mäuse verschiedene Gedächtnistests durchführen. Zusätzlich wurde der Einfluss des Extraktes auf verschiedene Substanzen und Proteine, die mit der Signalübertragung im Gehirn zusammenhängen, untersucht.

Der Ashitaba-Extrakt verminderte Gedächtnisstörungen signifikant. Sowohl das Kurzzeitgedächtnis als auch das Langzeitgedächtnis profitierten von der Behandlung. Außerdem hatte der Extrakt günstige biochemische Auswirkungen auf das Signalsystem im Gehirn. Die Autoren schlussfolgern, dass die Ashitaba-Pflanze nützlich sein könnte bei der Vorbeugung gegen Lern- und Gedächtnisbeeinträchtigungen.

Einschätzung

Eine gute Studie mit zahlreichen Einzelversuchen und ausführlicher Beschreibung.

Literatur

Oh SR, Kim SJ, Kim DH, Ryu JH, Ahn EM, Jung JW. Angelica keiskei ameliorates scopolamine-induced memory impairments in mice. Biol Pharm Bull. 2013;36(1):82-8. Abstract