Carstens-Stiftung: Natürliches Trio gegen Akne

Rubrik: Studien kurz und knapp

Natürliches Trio gegen Akne

Eine Creme mit Propolis, Teebaumöl und Aloe vera überzeugte in einer klinischen Studie im Vergleich mit Erythromycin-Creme bei der Behandlung von Patienten mit Acne vulgaris.

Übermäßige Talgproduktion, Mittesser, entzündete Papeln, Pusteln, Knötchen und Zysten machen jungen Menschen mit Acne vulgaris das Leben schwer. Kommt es durch die Entzündungs- und Eiterungsprozesse zur Narbenbildung, ist das Hautbild für das gesamte Leben verändert. Neben einigen anderen Faktoren sind verschiedene Bakterien an der Entstehung der entzündlichen Hautkrankheit beteiligt. Der Besiedlung durch Bakterienarten wie Propriobacterium acnes, Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis wird bei der konventionellen Behandlung u.a. mit dem Einsatz antibiotikahaltiger Cremes begegnet. In den vergangenen Jahren haben diese jedoch aufgrund von Resistenzbildungen bei den Erregern ihre Effektivität eingebüßt. Wirksame Alternativen zu synthetischen Antibiotika sind in der Natur zu finden.

KVC Verlag: Die Jugendfibel

Die Jugendfibel

Typische Beschwerden im Jugendalter, z.B. Stimmungsschwankungen, Schulangst, Ess-Störungen und vieles mehr; mit zahlreichen Anleitungen, Rezepten und Tipps.

1871

Italienische Wissenschaftler untersuchten in einer randomisierten, kontrollierten Studie die Wirksamkeit einer Creme mit einer Kombination aus Propolis (20 %), Teebaumöl (3 %) und Aloe vera (10 %), hier PTA-Creme genannt, im Vergleich mit einer 3 %-igen Erythromycin-Creme und einer Placebo-Creme ohne Wirkstoffe an Patienten mit leichter bis mittelschwerer Gesichtsakne. Über einen Zeitraum von 30 Tagen sollten die Patienten zweimal täglich (morgens und abends) die ihnen nach dem Zufallsprinzip zugeordnete Creme auftragen. Vor Studienbeginn, nach 15 Tagen und nach 30 Tagen wurde der Hautstatus der Studienteilnehmer anhand der Parameter Talgproduktion, pH-Wert, Erythemstärke sowie Anzahl der Komedonen, Papeln und Pusteln dokumentiert. Letztere dienten der Berechnung der Gesamtzahl von Hautläsionen und eines Akneindexes. Makrofotografien der Gesichtshaut wurden am Anfang und Ende der Behandlungsphase aufgenommen.

Im Gegensatz zur Placebo-Creme war das Ausmaß der Erythemstärke in beiden Gruppen mit wirkstoffhaltiger Creme nach 15 und 30 Tagen signifikant herabgesetzt. Die Kombination aus Propolis, Teebaumöl und Aloe vera (PTA-Creme) zeigte sich dabei der Erythromycin-Creme hinsichtlich der Erythemreduktion und Heilungsgeschwindigkeit überlegen. Der Akneindex sank in der Gruppe mit PTA-Creme um 31,6 % (Tag 15) und 66,7 % (Tag 30), in der Gruppe mit Erythromycin-Creme waren es 27,1 % und 49,7 %. Die Gesamtzahl der Läsionen lag am Ende der Studie in der PTA-Gruppe signifikant niedriger als in der Erythromycin-Gruppe. Lediglich hinsichtlich der Anzahl der Papeln erwies sich die Erythromycin-Creme als wirksamer.

Einschätzung:

Die Kombination von Propolis und Teebaumöl, die für ihre antibakterielle und antientzündliche Wirkung aus anderen Studien bekannt sind, sowie dem wundheilungsfördernden Extrakt der Aloe vera scheint nach den Ergebnissen der vorliegenden Studie eine wirksame Alternative zu Erythromycin in der Behandlung von leichter bis mittelschwerer Acne vulgaris zu sein. Um Erythromycin als wirksame Positivkontrolle einsetzen zu können, waren in diese Studie ausschließlich Patienten eingeschlossen worden, bei denen sich das Antibiotikum bei vorheriger Testung als wirksam erwiesen hatte. Vor dem Hintergrund der Antibiotikaresistenzen wären nun weitere Untersuchungen an Patienten, die nicht auf eine Erythromycin-Behandlung ansprechen, erforderlich, um eine Wirksamkeit der PTA-Creme in dieser Patientengruppe zu überprüfen.

Literatur

Mazzarello V, Donadu MG, Ferrari M, Piga G, Usai D, Zanetti S, Sotgiu MA. Treatment of acne with a combination of propolis, tea tree oil, and Aloe vera compared to erythromycin cream: two double-blind investigations. Clin Pharmacol Adv Appl 2018; 10: 175-181. Abstract


Dieser Artikel erschien in der Kategorie: Rubrik: Studien kurz und knapp

Unterstützen Sie unsere Arbeit

und stärken Sie mit Ihrer Spende Naturheilkunde und Homöopathie.

 

„Der Arzt und die Ärztin der Zukunft sollen zwei Sprachen sprechen, die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie. Im Einzelfall sollen sie entscheiden können, welche Methode die beste für den Patienten ist.“

(Veronica Carstens)

Winterblues?
Wie Sie Ihre Stimmung aufhellen.

Gesund bleiben!
Wie Sie täglich vorbeugen.

Weihnachtsstress?
Wie Sie entspannt bleiben.

Immer gut informiert –

der Newsletter der
Carstens-Stiftung
 

✓ einmal im Monat
✓ gratis
✓ jederzeit kündbar

 

Mitglieder profitieren
mehrfach –

alle Infos zur
Fördermitgliedschaft

mehr erfahren

Unsere beliebtesten Artikel:

Bluthochdruck?
Was Sie jetzt tun können.

Ihre (innere) Uhr geht falsch?
Wie Sie sie richtig stellen.

Tierisch krank?
Homöopathie für Hund und Katze.