Studien kurz und knapp

Rot und stark – was Lycopin mit Tomaten und Knochen macht

Die Studienergebnisse zeigen: Täglich zwei Gläser Tomatensaft können schon Osteoporose vorbeugen.

Lycopin ist der rote Farbstoff der Tomate und Hagebutte. Dass Lycopin nicht nur färben kann, haben jetzt kanadische Forscher in einer randomisierten Studie gezeigt, in der sie nachwiesen, dass Lycopin auch Knochenabbauprozesse abbremsen und damit Osteoporose vorbeugen kann.

In der Studie wurden 60 Frauen nach den Wechseljahren in vier Gruppen aufgeteilt, die zweimal täglich für vier Monate normalen Tomatensaft tranken, Lycopin-angereichterten Tomatensaft bekamen, Lycopenkapseln erhielten oder ein Placebo zu sich nahmen. In den drei Lycopingruppen wurde der Knochenabbau gebremst, in der Placebogruppe stieg er sogar leicht an. Innerhalb der drei Lycopingruppen gab es keine relevanten Unterschiede.

Einschätzung:

Leider zeigen die Forscher die Daten zu der letzten Aussage nicht. Dabei wäre gerade das aus naturheilkundlicher Sicht spannend gewesen. Während die Forscher nämlich die Schlussfolgerung ziehen, Lycopin sei hilfreich bei der Osteoporosevorbeugung, setzt die naturheilkundliche Sichtweise andere Akzente: Es macht augenscheinlich keinen Sinn, Lycopin als isolierten Rohstoff zu einem Medikament weiterzuentwickeln, täglich zwei Gläser Tomatensaft, der für wenig Geld im Supermarkt zu haben ist, tun es auch. Und möglicherweise auch der tägliche Verzehr von Tomaten.

Literatur

Mackinnon ES, Rao AV, Josse RG, Rao LG. Supplementation with the antioxidant lycopene significantly decreases oxidative stress parameters and the bone resorption marker N-telopeptide of type I collagen in postmenopausal women. Osteoporos Int 2011;22(4):1091-101. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

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