Natürliche Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Rubrik: Gesundheitstipps kompakt

Natürliche Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Während der kalten Monate läuft der menschliche Stoffwechsel auf Sparflamme und lässt sich nicht mit den ersten warmen Sonnenstrahlen „auf Knopfdruck“ wieder hochfahren.

Wer sich jetzt matt, ausgelaugt und antriebslos fühlt, den hat vermutlich die Frühjahrsmüdigkeit erwischt. 50 bis 70 Prozent der Menschen hierzulande fühlen sich in der Zeit zwischen März und Mai weniger leistungsfähig. Typische Symptome sind zum Beispiel Kreislaufbeschwerden, starke Stimmungsschwankungen, Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit sowie Konzentrationsschwächen. Medizinisch gesehen ist das körperliche und seelische Tief zu Beginn des Frühjahrs durchaus zu erklären.

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Während der kalten Monate läuft der menschliche Stoffwechsel auf Sparflamme und lässt sich nicht mit den ersten warmen Sonnenstrahlen „auf Knopfdruck“ wieder hochfahren. Hierbei spielen die Hormone eine wichtige Rolle: Wissenschaftler der Georgetown University in Washington zeigten, dass ein zu niedriger Serotoninspiegel eine der Hauptursachen für die Frühjahrsmüdigkeit ist. Die Speicher des Serotonins, das für gute Stimmung zuständig ist, sind nach einem langen dunklen Winter relativ leer, denn unser Körper benötigt für die Produktion des Glückshormons Tageslicht. Umgekehrt steigt durch den Lichtmangel im Winter die körpereigene Produktion des Schlafhormons Melatonin, das müde macht.
In den ersten schönen Tagen produziert Körper vermehrt Serotonin, gleichzeitig drosselt er die Produktion von Melatonin, dieses auf und ab der Hormone macht uns müde. Bis der Körper seine Hormonproduktion auf die Frühlingssonne eingestellt hat, dauert es etwa vier Wochen. 

Entgiften mit Kräutern

Aus naturheilkundlicher Sicht können Kreislaufbeschwerden und Schlafstörungen aber auch durch sogenannte Schlackenstoffe entstehen, die der Körper während der Winterzeit einlagert. Diese „Abfallprodukte“ können unsere Leistungsfähigkeit beeinflussen.

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Daher ist es im Frühjahr sinnvoll, die Abfuhr der winterlichen Stoffwechselabfälle anzukurbeln. Dafür eignet sich zum Beispiel eine Teekur: 
Lassen Sie in der Apotheke Brennnesselkraut, Pfefferminzblätter, Löwenzahnwurzel und -kraut zu gleichen Teilen mischen. Einen gestrichenen EL der Teemischung mit einer großen Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, schluckweise trinken. Als Kur können Sie vier bis sechs Wochen lang zwei bis drei Tassen Tee täglich trinken – eine Tasse Tee ab und an tut auch schon gut. Das ist ein sehr guter Entgiftungstee fürs Frühjahr: Brennnessel wirkt „blutreinigend“ und regt die Nieren an, Löwenzahn regt Leber und Nieren an, Pfefferminze ist gut für die Galle und zudem angenehm im Geschmack. Zusätzlich zwei Liter Flüssigkeit (Wasser, stark verdünnte Saftschorlen) trinken, damit die gelösten Stoffe gut ausgeschieden werden können. 

Entschlackungskur mit Schüßler-Salzen

Die ausgewählten Salze fördern die Ausscheidung, unterstützen den Leberstoffwechsel, regen Nieren- und Darmfunktion an und wirken entsäuernd. Für eine Frühjahrskur benötigen Sie folgende Salze:

Calcium sulfuratum D6 (Nr.18)
Natrium bicarbonicum D6 (Nr.23)
Calcium phosphoricum D6 (Nr.2)
Kalium sulfuricum D6 (Nr.6)
Natrium sulfuricum D6 (Nr.10)

Von jedem Salz zwei bis vier Tabletten täglich in ¼ bis ½ Liter heißem Wasser auflösen. Abkühlen lassen und in eine kleine Flasche füllen. Über den Tag verteilt trinken. Vor dem Trinken die Flasche gut schütteln. Die Kur sollte über drei bis sechs Wochen durchgeführt werden. 

Sauer macht munter: Die Zitronenkur

Durch ihren Vitamin-C Gehalt hilft die Zitrone gegen Frühjahrsmüdigkeit und Abwehrschwäche. Morgens und abends jeweils eine Zitrone auspressen und mit einem Glas lauwarmen Wasser zum Essen trinken. Je nach Geschmack kann man auch einen Esslöffel Zitronenessig hinzufügen. 
Zusätzlich: Den Saft von drei weiteren Zitronen mit zwei Esslöffeln Zitronenessig oder Obstessig aus dem Reformhaus mischen und in braune Tropfflaschen aus der Apotheke (100ml) füllen. Über den Tag verteilt in regelmäßigen Abständen ca. 15 bis 20 Tropfen trinken. Die Flasche sollte am Abend leer sein. Das Gefäß mit heißem Wasser ohne Spülmittel reinigen. Diese Kur über mindestens sechs Wochen durchführen. 
Da der hohe Säureanteil den Magen reizen kann, den Zitronensaft nicht auf nüchternen Magen und immer verdünnt trinken. 

Was sonst noch hilft

Stimulieren Sie Ihren Lymph- und Blutfluss, indem Sie mit lockeren Fäusten den ganzen Körper von unten nach oben abklopfen. Zuerst die linke, dann die rechte Seite. Das erfrischt und belebt: Morgens ein Rosmarinbad genießen. Für zwischendurch können Sie sich ein paar Tropfen Minzöl auf die Schläfen reiben. Auch mit viel Bewegung an der frischen Luft bei Tageslicht, Kneippschen Wechselduschen oder Bürstenmassagen am Morgen sowie gesunder Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und frischen Wildkräutern können Sie der Müdigkeit entgegen wirken. 

Karen Schmidt

Karen Schmidt, M.A.
Medizinredakteurin bei Natur und Medizin

Telefon: 0201 56 305 62
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailk.schmidt@naturundmedizin.de


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