Rubrik: Studien kurz und knapp

Mit Vitamin D schneller aus dem Krankenhaus?

Amerikanischer Forscher berichten, dass Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel länger im Krankenhaus behandelt werden müssen und sogar ein höheres Sterberisiko haben.

Patienten, die mit einem Vitamin D Mangel auf einer Intensivstation eingeliefert werden, müssen dort länger behandelt werden als solche, deren Vitamin-D-Spiegel normal ist. Das berichten amerikanische Forscher, die die Daten von 136 Kriegsveteranen ausgewertet haben. Demzufolge ist das Risiko eines Vitamin-D-Mangelpatienten im Vergleich zu einem Patienten mit normalen Werten doppelt so hoch, mindestens drei Tage auf der Intensivstation zu verbleiben.

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Und: Auch das Risiko zu sterben lag bei den Patienten mit Vitaminmangel mit 56 Prozent deutlich höher als bei den Patienten ohne Vitamin D Mangel mit 31 Prozent.

Einschätzung:

Die Interpretation dieser Ergebnisse gestaltet sich schwierig. Unklar ist, ob der Vitamin-D-Mangel tatsächlich für die beobachtete Risikoerhöhung verantwortlich ist. Leider ist die Auswertung der Daten in der vorliegenden Studie sehr oberflächlich. Es ist nicht auszuschließen, dass andere Faktoren die Ursache für die schwereren Krankheitsverläufe sind. So ist es zum Beispiel naheliegend, dass auch das Alter der Patienten eine Rolle bei der Genesung spielt. Und selbst wenn der Vitaminmangel zu einer schlechteren Krankheitsprognose führt, ist nicht gesagt, dass eine Vitaminsubstitution dieses Risiko aufheben kann.

Literatur

McKinney JD, Bailey BA, Garrett LH, Peiris P, Manning T, Peiris AN. Relationship between vitamin D status and ICU outcomes in veterans. J Am Med Dir Assoc. 2011;12(3):208-11. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract


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