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Karl und Veronica Carstens-Stiftung - Fördergemeinschaft: Natur und Medizin

   
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Evaluation von Heilpflanzen im Rahmen der Tibetischen Medizin

Neue Promotionsförderung:
„Evaluation von Heilpflanzen im Rahmen der Tibetischen Medizin“
Nadine Berling, Tecklenburger Str. 27, 49205 Hasbergen, Deutschland; Hingsang, Yangtey, Gyalshing 737111, West Sikkim, India
Dissertation an der Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Doktorvater: Prof. Dr. Stefan N. Willich; Betreuung: Dr. Claudia Witt

Hintergrund
Die Tibetische Medizin ist eine Erfahrungsmedizin, die seit über 2000 Jahren praktiziert wird. Traditionell arbeiteten tibetische Ärzte vor der Kulturrevolution in Tibet 1959 überwiegend als Wanderärzte. Sie stellten ihre Medizinalpräparate eigenständig her und trugen eine mobile Apotheke stets bei sich. Auch heute noch stellen die meisten tibetischen Ärzte ihre Präparate selbst her. Die meisten Medizinalpräparate sind eine Kombination verschiedener Arzneimittel.
In vielen Bereichen hat die tibetische Medizin eine Verwandtschaft mit der indischen Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin, jedoch sind für die Tibetische Medizin weitaus weniger Informationen bezüglich der Häufigkeit und Anwendung von Heilpflanzen zugänglich. Es existieren Publikationen über tibetische Heilpflanzen, die vorwiegend nur in tibetischer Sprache verfasst sind und meist traditionelle Systematiken verwenden.

Zielstellung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es 1) eine systematische Patienten- und Behandlungsdokumentation zu entwickeln und implementieren, 2) die häufigsten angewendeten Heilpflanzen und deren Anwendungsbereiche zu identifizieren, 3) Pflanzenmonogramme (inkl. medizinischen Anwendungsgebieten) zu erstellen. Das Projekt soll in Sikkim (Indien) durchgeführt werden.

Methodisches Vorgehen
Ein Erhebungsinstrument zur Dokumentation der Patientenbehandlung wird entwickelt und getestet. Es erfolgt die Dokumentation von ca. 150 Behandlungsfällen und die Auswertung der Ergebnisse bezüglich Anwendungshäufigkeit und Anwendungsgebieten der Heilpflanzen. Auf der Basis einer systematischen Literaturrecherche und Exkursionen werden 60 Pflanzenmonographien erstellt.

Das Projekt ist auf 2 Jahre angelegt.

Kooperation
Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit der Dzongsar Kyentse Mentsal Gumpa, eine klösterliche Organisation in West Sikkim und tibetischen Ärzten erstellt.

   
       
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