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Besserung in Sicht mit Safran

Nachhaltiger Effekt bei Makuladegeneration-Patienten bestätigt frühere Forschungsergebnisse
Je früher bei einer altersbedingten Makuladegeneration mit der Therapie begonnen wird, desto besser, denn ist die Erkrankung erst einmal im fortgeschrittenen Stadium, sind nur noch eingeschränkt Therapieerfolge zu erwarten. Das A und O bildet grundsätzlich auch hier die Prophylaxe. Bestehende leichte Beschwerden lassen sich mit Mitteln der Naturheilkunde möglicherweise lindern.

Safran (Crocus sativus) gilt weltweit als eines der teuersten Gewürze, dessen ursprünglich stimmungsaufhellende Wirkung bereits bei Depressionen wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden ist. Das neuroprotektive, antioxidative Potenzial des Safrans veranlasste Wissenschaftler aber auch zu der Annahme, dass das Gewürz auch zum Schutz der Photorezeptoren im Auge vor retinalem Stress eingesetzt werden könnte.
 
Forscher in Italien führten jetzt ihre Untersuchungen zur Wirksamkeit eines in Italien erhältlichen Safran-Präparates bei im frühen Alter auftretender Makuladegeneration fort. In einer Studie [1] überprüften sie, ob der Erfolg der Kurzzeitanwendung des Safrans aus einer früheren Studie [2] auch in der Langzeitanwendung zu beobachten ist.

15 Monate lang nahmen insgesamt 29 Patienten mit im frühen Alter entstandener Makuladegeneration ein Präparat mit 20 mg enthaltendem Safran ein. Alle drei Monate wurde per multifolkaler Elektroretinographie anhand der Netzhautaktivität der Makula die Sehschärfe der Probanden festgestellt. Während des gesamten Behandlungszeitraums war den Teilnehmern die Einnahme oder Anwendung anderer pharmakologisch wirksamer Mittel untersagt.

Nach bereits drei Monaten beobachteten die Wissenschaftler eine Verbesserung der Sensitivität auf der Basis der Elektroretinographie um im Mittel 0.3 log-Einheiten und einer um zwei Snellen-Linien verbesserten Sehschärfe. Diese Werte waren auch während der Nachbeobachtungsphase stabil. Für die beobachtete Wirkung machen die Wissenschaftler zwei in Safran enthaltene Komponenten verantwortlich: Crocin und Crocetin, beides antioxidative Derivate der Carotenoide.

Einschätzung:
Die niedrige Probandenzahl und das offene Design ohne Kontrolle bilden das Haupt-Manko der vorliegenden Studie, was die Aussagekraft der Ergebnisse schmälert. Allerdings liegt bereits eine Doppelblind-Studie zur gleichen Thematik vor. Hier ging es den Wissenschaftlern darum, die Langzeitwirkung des Safrans auf die Makulafunktion zu untersuchen. Das positive Resultat beschränkte sich auf Patienten mit Makuladegeneration im Anfangsstadium.

Die zukünftige Forschung könnte untersuchen, wie Safran bei fortgeschrittener Makuladegeneration wirkt. Interessant wäre auch ein Vergleich mit anderen Stoffen wie den Omega-3-Fettsäuren.

Bemerkung:
Da leicht die Gefahr einer Überdosierung besteht, ist von einer Selbstmedikation mit dem Safran-Gewürz abzuraten.

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Literatur
  1. Piccardi M, Marangoni D, Minnella AM, Savastano MC, Valentini P, Ambrosio L, Capoluongo E, Maccarone R, Bisti S, Falsini B. A longitudinal follow-up study of saffron supplementation in early age-related macular degeneration: sustained benefits to central retinal function. Evid Based Complement Altern Med 2012; 429124. Epub 2012 Jul 18 (doi:10.1155/2012/429124 > Abstract
  2. Falsini B, Piccardi M, Minnella A et al. Influence of saffron supplementation on retinal flicker sensitivity in early age-related macular degeneration. Invest Ophthalmol Vis Sci 2010; 51(12): 6118-6124 > Abstract
 
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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