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Bockshornklee in der Diabetestherapie

Natürliche Waffe gegen die Zuckerkrankheit

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) führt zur Senkung des Blutzuckerspiegels und wirkt somit antidiabetisch. Grund dafür ist eine besondere Aminosäure (4-Hydoxy-Isoleucin), die bisher nur im Bockshornklee gefunden wurde. Dies wurde jetzt an Ratten mit Diabetes Typ I gezeigt (1).

Die an Diabetes erkrankten Ratten wurden vier Wochen lang entweder mit der speziellen Aminosäure aus dem Bockshornklee oder mit einer Kontrolllösung behandelt. Zusätzlich wurden gesunde Ratten mit der Kontrolllösung behandelt.

In der Behandlungsgruppe konnte der Blutzuckerwert fast um die Hälfte gesenkt werden, während er in der diabetischen und in der gesunden Kontrollgruppe nahezu unverändert blieb. Überraschenderweise ging diese Reduktion nicht einher mit einer Steigerung der Insulinkonzentration im Blut. Daher postulieren die Autoren eine von Insulin unabhängige, antidiabetische Wirkung des 4-Hydoxy-Isoleucins. Neben der Blutzuckerwertsenkung konnten die typischerweise krankhaft veränderten Blutfettwerte in den diabetischen Ratten, mit Ausnahme für Cholesterin, wieder nahezu auf die Normalwerte gesenkt werden.

Einschätzung
Die mit 4-Hydoxy-Isoleucin gefundenen Unterschiede sind statistisch signifikant. Allerdings wurden pro Gruppe nur bis zu sechs Ratten untersucht, und die Werte innerhalb einer Gruppe variierten sehr stark. Vor diesem Hintergrund können die präsentierten Ergebnisse allein nur als Hinweis gedeutet werden. Einige kleine klinische Studien legen aber ebenfalls einen Nutzen von Bockshornklee bei Diabetes nahe (2).

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Literatur
  1. Haeri MR, Limaki HK, White CJ, White KN. Non-insulin dependent anti-diabetic activity of (2S, 3R, 4S) 4-hydroxyisoleucine of fenugreek (Trigonella foenum graecum) in streptozotocin-induced type I diabetic rats. Phytomedicine. 2012 May 15;19(7):571-4. > Abstract
  2. Basch E, Ulbricht C, Kuo G, Szapary P, Smith M. Therapeutic applications of fenugreek. Altern Med Rev. 2003 Feb;8(1):20-7. > Abstract
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Dr. Jürgen Clausen
Fachbereich Wissenschaftliche Recherche und Forschung
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In Deutschland leiden 5 % der Bevölkerung an Diabetes. Neben anderen Spätschäden entwickeln im Laufe der Jahre ein Drittel aller Zuckerkranken eine Diabetische Neuropathie, eine Nervenschädigung. [mehr]
 
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