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26.07.2011

Ambulanz für Naturheilkunde an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg

Erste naturheilkundliche Ambulanz an einer Universitätsklinik in Deutschland
Projekt
Initiierung und langjährige Unterstützung der Ambulanz für Naturheilkunde an der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg.

Projektleitung:
> Prof. Dr. Ingrid Gerhard

Forschungsschwerpunkt:
> Komplementärmedizin

Förderzeitraum:
> 1990-1993 verschiedene Forschungsprojekte
> 1993-1998 Ambulanz

Fördervolumen:
> 2.144.358 Euro

Bilanz:
> weit über 5.000 Patientinnen und Patienten
> über 30.000 Behandlungen
> 20 Studien
> 50 Doktorarbeiten
> 2 Promotionspreise
> 112 Publikationen
> 117 Vorträge
> Etablierung einer wöchentlichen Ringvorlesung


Ausgangspunkt
Das Projekt weist die seit Gründung der Carstens-Stiftung größte Bewilligung auf und stellte zum Zeitpunkt der Eröffnung ein absolutes Novum dar: Noch nie zuvor gab es in Deutschland eine naturheilkundliche Ambulanz an einer Universitätsklinik. Dabei zeigten sowohl vorhergehende Sudienergebnisse, als auch der Wunsch der Bevölkerung nach alternativen Behandlungsmethoden einen großen Bedarf an. Mit der Ambulanz konnte die Möglichkeit geschaffen werden, naturheilkundliche Verfahren neben schulmedizinischen Methoden in der Frauenheilkunde einzusetzen und sie einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen.

Infrastruktur
Die Ambulanz stieß auf große Resonanz. Patientinnen aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen zum Teil weite Anfahrten in Kauf, um sich in Heidelberg beraten und behandeln zu lassen. Das Beschwerdespektrum reichte dabei von Fertilitätsstörungen/unerfülltem Kinderwunsch über zu starke oder zu schwache Periodenblutungen, Beschwerden vor der Mensis, während der Mensis, in der Schwangerschaft oder im Klimakterium, bis hin zu Übergewicht, Mager- oder Brechsucht. Auch hormonell bedingte Akne, Migräne oder Allergien, Krebserkrankungen und Umwelterkrankungen wurden behandelt.

Forschungsschwerpunkte und Ziele
Die Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Erkrankungen hatte gezeigt, wie wichtig eine umfangreiche Erhebung einer Krankengeschichte ist, die sich nicht nur auf die vorliegenden Beschwerden konzentriert, sondern den ganzen Menschen mit seiner Persönlichkeit und seinen Lebensumständen berücksichtigt. Entsprechend wurde in der Ambulanz insbesondere auf die Anamnese Wert gelegt - mit einer zum Teil selbst entwickelten Diagnostik, die in dieser Ausführlichkeit bis heute ihresgleichen sucht.

Auf diesem Wege sollten komplexe Zusammenhänge einer Erkrankung aufgedeckt und das Therapiespektrum entsprechend erweitert werden. Dieses reichte von Akupunktur über Homöopathie bis zur Pflanzenheilkunde. Entscheidend war, dass eine Behandlungsmethode ausgewählt wurde, die zur Krankheit und der individuellen Konstitution der Patientin passte.

Neben dem Primärziel, den Patientinnen bestmöglich zu helfen, ging es dabei auch darum, den Verlauf der Therapien in wissenschatlichen Studien zu dokumentieren und die Wirksamkeit der komplementären Verfahren zu überprüfen.

Ergebnisse
Nach Abschluss des Projektes im Jahre 1998 konnte die Ambulanz auf ein breites Spektrum an Projekten, an eingesetzten Behandlungsmaßnahmen und behandelten Beschwerdebildern zurückblicken. Tägliche Anfragen von Ärzten und Patienten aus ganz Deutschland zeigten, dass sich die Universitäts-Frauenklinik inzwischen zu einem naturheilkundlichen Kompetenzzentrum für Frauenleiden entwickelt hatte.

Dabei hatten zahlreiche Studien neue Zusammenhänge bei Erkrankungen aufgedeckt und entsprechende Therapieformen etabliert. So zeigten sich etwa Umweltbelastungen als ein Faktor bei hormonellen Regulationsstörungen. Bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch konnten herausragende Erfolge mit Homöopathie erzielt werden - wobei die alternative Behandlungsmethode sich nicht nur um ein Vielfaches wirksamer erwies, als die konventionelle Hormontherapie, sondern darüber hinaus auch als wesentlich verträglicher und kostengünstiger.
 
 
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