Promotionsförderung HomBRex

KVC-Promotionsförderprogramm Grundlagenforschung Homöopathie

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Naturheilverfahren und Komplementärmedizin. Die Carstens-Stiftung besitzt die größte Datenbank mit sämtlichen Studien aus dem Bereich der Grundlagenforschung zur Homöopathie. HomBRex ist die weltweit einzige wissenschaftliche Datenbank mit Detailinformationen zu den Versuchsparametern. Im Rahmen des Promotionsförderprogramms werden nun für weitere Projekte im Bereich der "Grundlagenforschung in der Homöopathie"

bis zu 3 Promotionsstipendien
für Mediziner (m/w) und/oder Naturwissenschaftler (m/w)


mit einer Förderdauer von einem Jahr für den Abschluss Dr. med. und bis zu drei Jahren für den Abschluss Dr. rer. nat. oder Dr. rer. medic. vergeben (Beginn des Stipendiums frühestens 1.4.2018, ggf. später).

Das KVC-Promotionsförderprogramm

Das strukturierte Förderprogramm gibt es seit mehr als 15 Jahren und soll die KVC-DoktorandInnen sowohl inhaltlich als auch organisatorisch (z.B. bei der Literaturbeschaffung) bei ihrer Doktorarbeit unterstützen. Neben der individuellen Beratung finden drei Mal im Jahr Kolloquien (Freitag/Samstag) in Essen statt. Hier werden die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens in der Methodik und bei der Erstellung von Publikationen bzw. der Doktorarbeit vermittelt.

 

Die Themen

Systematischer Review und ggf. zusätzliche Experimente im Labor

1.) In Vitro Versuche: Aktuelle Übersicht zur In-vitro Forschung mit homöopathischen Potenzen, sowie Durchführung eigener Versuche mit zellfreien Systemen.

2.) Tierverhaltensversuche: Systematischer Review und ggf. Reproduktionsversuche eines einfachen Modells.

3.) Das Simile Prinzip: Systematischer Review der empirischen Evidenz der Anwendbarkeit des der Homöopathie zugrundeliegenden Wirkprinzips, dazu ggf. eigene Versuche.

4.) Nichtlineares Dosis-Wirkungsprinzip homöopathischer Potenzen: Bei vielen Arbeiten konnte das Muster gefunden werden, dass einige Potenzen in einer Potenzreihe eine signifikante Reaktion zeigten, andere dagegen nicht. Hier soll in einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht werden, bei welchen Experimenten das Phänomen aufgetreten ist und ob sich hieraus Gesetzmäßigkeiten ableiten lassen, dazu ggf. eigene Experimente.

5.) Physikalisch-chemische Prozesse beim Potenzieren: Durch das Verschütteln können chemische Veränderungen der potenzierten Substanzen auftreten. In einem Literaturreview soll untersucht werden, ob es Evidenz für unterschiedliche Wirkungen von verdünnten vs. verschüttelten Tiefpotenzen gibt. Darüber hinaus ggf. eigene Experimente, u.a. auch zur Frage der Kavitation beim Potenzieren.

Reine Literaturarbeiten (systematische Reviews)

1.) Wissenschaftliche Grundlagen einer Kritik an den homöopathischen Prinzipien
2.) Toxikologische Experimente bei Tieren (ggf. mit quantitativer Metaanalyse)

 

Bewerbungsvoraussetzungen

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein überdurchschnittlich guter, zur Promotion berechtigender Hochschulabschluss. Darüber hinaus sind gute allgemeine Kenntnisse im Bereich der Naturwissenschaften (Biologie, Zoologie, Toxikologie, Biochemie, Immunologie, Pharmakologie, physikalische Chemie oder Physik) erforderlich, ein Grundverständnis der Homöopathie, sehr gute Sprachkenntnisse (Englisch und/oder Französisch, Spanisch, Portugiesisch) sowie ein sehr genaues, verantwortungsbewusstes Arbeiten. Die regelmäßige Teilnahme an den vierteljährlich stattfindenden KVC-Kolloquien in Essen wird vorausgesetzt. Das Stipendium soll den Promovenden ermöglichen, Vollzeit an ihrer Promotion zu arbeiten.

Ort der Promotion

Primäre Betreuung erfolgt an der Universität Witten-Herdecke. Grundsätzlich kann jede Universität in Deutschland bei geeigneter Betreuung die Promotion vergeben.

Die Durchführung der Laborversuche ist in der Schweiz (Arlesheim) und in Deutschland (Witten oder Freiburg) möglich.