Carstens-Stiftung treibt den Wissenschaftstransfer
voran
In den letzten zehn Jahren wurde in zahlreichen
Studie belegt, dass die Nachfrage nach Naturheilkunde und
Homöopathie in der Bevölkerung erheblich gestiegen ist. Heutzutage
nutzen über 100 Millionen EU-Bürger regelmäßig komplementärmedizinische
Methoden. Am häufigsten werden dabei die Homöopathie, Pflanzenheilkunde,
die Anthroposophische Medizin und die Traditionelle Chinesische
Medizin in Anspruch genommen.
Der hohen Nutzung und Akzeptanz von Naturheilkunde und Homöopathie in der
Bevölkerung stehen vor allem der fundierte Umgang mit wissenschaftlichen
Informationen seitens der Öffentlichkeit, hier insbesondere der Politik,
gegenüber.
Der Homöopathie und anderen komplementärmedizinischen Therapiemethoden mangele es an wissenschaftlichen Beweisen, heißt es oft. Die aktuelle Studienlage zeigt jedoch, dass es nicht an wissenschaftlicher Evidenz mangelt, sondern an der Wahrnehmung der wissenschaftlichen Studien in Öffentlichkeit und Politik.
Als führende Wissenschaftsorganisation für Naturheilkunde und Homöopathie in Europa setzt die Carstens-Stiftung sich dafür ein, dass die Öffentlichkeit und vor allem die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen mit adäquaten Informationen über aktuelle wissenschaftliche Studien versorgt werden.
Denn genau hier liegt bisher ein großes Defizit: die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien zu Naturheilkunde und Homöopathie werden hauptsächlich in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht und sind damit in erster Linie an Wissenschaftler gerichtet. Dass bedeutet: diese Informationen erreichen nicht oder kaum die Gesundheitspolitik.
Mit der Arbeit der Projektgruppe "Wissenschaftstransfer" möchte die Carstens-Stiftung dieses Kommunikationsgefälle überwinden. Die Projektgruppe versteht sich dabei als Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Um das Anliegen des Wissenschaftstransfers auf eine breite europäische Ebene zu heben unterstützt und berät die Carstens-Stiftung das European Information Centre for Complementary and Alternative Medicine (kurz EICCAM; übersetzt: Europäisches Informationszentrum für Komplementär- und Alternativmedizin).
Das EICCAM wurde 2008 als öffentliche Stiftung mit einem Vorstand und einem wissenschaftlichen Beirat gegründet. Den Vorsitz des wissenschaftlichen Beirats hat Prof. Dr. Claudia Witt, die 2008 die von der Carstens-Stiftung geförderte Professur an der Berliner Charite angetreten hat.
Das Informationszentrum präsentiert wissenschaftliche komplementärmedizinische Informationen für die Medien, die Politik und die Gesetzgebung in einer angemessenen, laiengerechten Form. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass die bereitgestellten Informationen umfassend, verständlich, und von gesicherter Qualität sind, um als solide Grundlage informierter Entscheidungen zu dienen.
Die EICCAM Merkblätter werden hauptsächlich in Form von Zusammenfassungen mit Kommentaren zu wissenschaftlichen Studien mit Schlüsselstellung, so genannten EICCAM Research Facts, angeboten.
Stellvertretend für die Projektgruppe "Wissenschaftstransfer" ist Rainer Lüdtke, Biometriker der Carstens-Stiftung, maßgeblich an der Erstellung der Zusammenfassungen beteiligt.
Bisher werden bereits zahlreiche Research Facts auf der Internetseite als Download zur Verfügung gestellt. Die Zusammenfassungen sind derzeit nur auf Englisch verfügbar. In naher Zukunft erfolgt die Übersetzung ins Deutsche und Spanische.
Informationen zu EICCAM finden Sie unter: www.eiccam.eu
Hier gelangen Sie zu den Research Facts
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