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Die Geschichte der Carstens-Stiftung
Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung wurde 1982 durch den damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Karl Carstens (1914-1992) und seine Frau Dr. med. Veronica Carstens errichtet.
Der Entschluss, eine Stiftung zu gründen, fiel in Karl Carstens' Präsidialzeit. "Da wir keine Kinder hatten, dachten wir immer wieder nach, wie unser Testament einmal aussehen sollte. Denn es bestand ja durchaus die Möglichkeit, dass wir auf den vielen erdumkreisenden Dienstreisen zusammen ums Leben kommen könnten. Es musste also eine Regelung getroffen werden." Es war Karl Carstens, der auf den Gedanken kam, den Grundstein für eine Stiftung zur wissenschaftlichen Durchdringung der Naturheilkunde zu legen.

Die Stiftungsgründer Veronica und Karl Carstens
Als die Existenz der Stiftung an die Öffentlichkeit drang, gab
es eine überwältigende Resonanz in der Bevölkerung. Da man aber nicht Mitglied
in einer Stiftung werden kann, wurde zwei Jahre später der Förderverein
NATUR UND MEDIZIN
gegründet. Mit den Mitgliedsbeiträgen und zahlreichen Spenden ermöglichen
die Mitglieder die Stiftungsarbeit.
Das erste von der Carstens-Stiftung geförderte Forschungsprojekt befasste sich mit den "phagozytosesteigernden Wirkungen von Homöopathika" und war bei Prof. Dr. H. Wagner am Institut für Pharmazeutische Biologie der LMU München angesiedelt. Sehr bald danach folgten die Projekte "Aufklärung unverstandener biologischer Effekte von Mikrowellen" (Prof. Dr. F. Keilmann, MPI für Festkörperforschung, Stuttgart, und Prof. Dr. W. Grundler. Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung, Neuherberg) und "Statistische Untersuchungen ortsabhängiger Reaktionen" (Prof. Dr. H-D. Betz, Sektion Physik der LMU München, und Prof. Dr. H. König, Institut für technische Elektrophysik der TU München).
Bereits 1984 begann die Stiftung neben der Förderung wissenschaftlicher Forschungsprojekte auch Lehrprojekte an den Universitäten zu fördern, z.B. die "Arzneipflanzenexkursionen für Mediziner" von Prof. Dr. F.C. Czygan vom Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie der Universität Würzburg. Seitdem werden nicht nur Lehraufträge für Homöopathie und Naturheilkunde unterstützt, sondern auch studentische Arbeitskreise, die sich mit der Komplementärmedizin auseinandersetzen.
Schließlich fördert die Carstens-Stiftung seit 1993 auch Ambulanzen an Universitätskliniken, in denen schulmedizinische und komplementäre Ansätze miteinander vereint werden sollen. Diese Ambulanzen dienen sowohl der Patientenversorgung als auch der Erforschung der komplementärmedizinischen Verfahren. Die erste von der Carstens-Stiftung initiierte Ambulanz ist die von Prof. Dr. I. Gerhard geleitete Ambulanz für Naturheilkunde an der Frauenklinik der Universität Heidelberg. Außerdem wurden und werden naturheilkundliche Ambulanzen an den Universitäten Freiburg (Gastroenterologie und Umwelthygiene), München (Pädiatrie), Essen (Innere Medizin) und Jena (Onkologie) gefördert.
Die weitaus meisten Fördermittel der Carstens-Stiftung flossen in Projekte der klinischen und der experimentellen Homöopathie-Forschung. Insgesamt flossen mittlerweile etwa 7 Millionen Euro in Projekte zur Homöopathie und in die Förderung des wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchses. Seit 1994 sind es jährlich zwischen 500.000 und 700.000 Euro und damit ein Drittel bis die Hälfte des jeweiligen Fördervolumens.
Seit ihrer Gründung hat die Carstens-Stiftung mehr als 23 Millionen
Euro für die Forschungsförderung von mehr als 550 Einzelprojekten
zur Verfügung gestellt (Stand 2008). Hieraus gingen über 700
wissenschaftliche Veröffentlichungen hervor, insgesamt 73 Bücher
wurden von der Stiftung veröffentlicht.
Eine Übersicht
unserer Förderprojekte finden Sie unter dem Menüpunkt Wissenschaft
und Forschung. |
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