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29.09.2015

Top 10 bei Erkältung und Infekten

So kommen Sie mit Naturheilkunde gesund durch den Herbst!
In diesem Jahr geht es schon früh los: die ersten Infektionskrankheiten kündigen sich bereits an. Das ist kein Wunder, zeigte sich das Wetter bisher wechselhaft. Ruck zuck hat man sich einen kratzigen Hals oder eine laufende Nase eingefangen. Mit bewährten Hausmitteln können Sie jedoch vorbeugen – oder eine leichte Erkältung selbst behandeln.

Unser Körper besitzt verschieden Schutzmechanismen, um sich vor Viren, Bakterien oder Pilzen zu schützen. Doch diese hoch komplexe körpereigene Abwehr funktioniert nicht immer fehlerfrei. Gerade in Herbst und Winter können niedrige Temperaturen, Wind und Regen unser Immunsystem schwächen. Zusätzlich trocknet die Heizungsluft unsere Schleimhäute aus, die eine wichtige Barrierefunktion gegen die Eindringlinge besitzen. Außerdem kuscheln wir uns lieber auf das Sofa, als an die frische Luft zu gehen. Und je weniger wir uns bewegen, desto weniger kommt auch unser Immunsystem in die Gänge. Hinzu kommt, dass manche Menschen von Natur aus anfälliger sind, an Infekten zu erkranken, also eine erhöhte Infektanfälligkeit besitzen. Aber keine Sorge, selbst in diesem Fall sind Sie den Erkältungsviren nicht "schutzlos" ausgeliefert, sondern können jeden Tag etwas dafür tun, um ihre Abwehrkräfte zu steigern. Fangen Sie am besten heute schon damit an.

Entgiften mit Ölkauen
Das Kauen oder Spülen mit Sonnenblumenöl entstammt der ukrainischen Volksmedizin. Hierdurch wird die Mundhöhle entgiftet und von schädlichen Keimen befreit. Das Öl ist nämlich in der Lage, die fettlöslichen Erreger und ihre Stoffwechselprodukte zu binden. Durch das durch die Zähne Ziehen werden auch Zähne, Zahnzwischenräume und Zahnfleischtaschen mechanisch gespült. Da sich das Öl im Mund mit der Zeit in ein Wasser-Fett-Gemisch verwandelt, können auch wasserlösliche Erreger und andere Gifte gebunden und entsorgt werden.
So geht’s: Einen Tee- bis Esslöffel Sonnenblumenöl im Mund für etwa 5 bis 10 Minuten durch die Zähne ziehen. Das Öl wird mit der Zeit weißlich und dünnflüssig. Nach dem Ausspucken muss die Mundhöhle gründlich mehrmals mit Wasser nachgespült werden. Es empfiehlt sich außerdem, die Zähne anschließend zu putzen.

Vitaminreicher Alleskönner: Sanddorn
Wussten Sie, dass die kleinen gelben Sanddorn-Beeren wahre Vitaminbomben
sind und bis zu zehnmal so viel Vitamin C (Ascorbinsäure) enthalten wie Zitronen? Sanddornsaft stärkt auf ganz natürliche Weise unsere Abwehrkräfte gegen Infekte. Wenn Sie erkältet sind oder eine Erkältung im Anmarsch ist, nehmen Sie dreimal täglich zwei Esslöffel Sanddornsaft auf ein Glas Wasser. Zudem ist Vitamin C
auch ein wichtiger Schutz gegen die so genannten freien Radikale, das sind chemisch aggressive Stoffe, die unsere Zellen schädigen können. Darüber hinaus enthält Sanddorn Vitamin E, Betacarotin sowie wichtige Vitamine der B-Gruppe,
die gegen Stress und Erschöpfung helfen.

Einen Apfel jeden Tag
Äpfel sind gesundheitliche Multitalente. Wer regelmäßig Äpfel isst, versorgt sein Immunsystem mit vielen Vitaminen: Die Frucht versorgt uns mit B-, C- und E-Vitaminen, außerdem noch mit Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium und Eisen. Daneben enthalten Äpfel die für unsere Verdauung wichtigen Ballaststoffe. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, am Vormittag einen Apfel als kleine Zwischenmahlzeit einzulegen. Den Apfel am besten nicht schälen, denn die wichtigsten Inhaltsstoffe sitzen unter der Schale. Achten Sie daher darauf, dass das Obst aus biologischem Anbau kommt und nicht gespritzt ist. Ein Tipp, wenn Sie Äpfel nicht gut vertragen: Wählen Sie eine alte, möglichst rote Apfelsorte und schälen und dünsten Sie sie kurz.

Warmes Fußbad zum Entspannen
Um abends von den Erlebnissen des Tages abzuschalten, ist das warme Fußbad
als tägliche Routine bestens geeignet. Außerdem verschaffen uns die mollig
warmen Füße die notwendige Bettschwere und helfen beim Einschlafen. Und genügend Schlaf stärkt bekanntlich unser Immunsystem: Studien haben mehrfach belegt, dass bei gesundem und ausreichendem Schlaf natürliche Abwehrzellen in größerer Zahl gebildet werden. Bakterien und Viren können besser bekämpft
werden.
Warme Fußbäder sind jedoch nicht nur sehr wohltuend, sie können auch eine aufziehende Erkältung abwehren: Das Immunsystem wird in seiner Arbeit
unterstützt und die Durchblutung (auch der Schleimhäute) angeregt. Wenn Sie
nach einem nass-kalten Herbsttag so richtig durchgefroren sind und Angst haben,
sich eine Erkältung einzufangen, dann sollten Sie auf dieses Hausmittel zurückgreifen. Das Wasser sollte dabei körperwarm sein, die Badedauer beträgt 10-15 Minuten.

"Jetzt hat es mich doch erwischt!" – Ein Glas kaltes Wasser
Trinken Sie bei den ersten Anzeichen einer Erkältung wie Frösteln, Niesen oder Halskratzen, abends vor dem Schlafengehen ein großes Glas kaltes Wasser. Durch den kalten Wasserreiz wird ein Nerv stimuliert, der den Magen umspannt und zum vegetativen Nervensystem gehört. Dies führt zu einer Gefäßerweiterung und erzeugt Wärme, die unserem Abwehrsystem zu Gute kommt.

Ingwer
In der chinesischen Medizin gilt Ingwer vor allem als wärmende Pflanze, die kältebedingten Erkrankungen entgegenwirkt. Die Scharfstoffe des Ingwers sorgen
für eine stärkere Durchblutung der Nasenschleimhäute und die Aktivierung der körpereigenen Wärmerezeptoren. Das merken Sie an der laufenden Nase oder
dem Schweiß, der einem plötzlich auf der Stirn steht, wenn man warmen Ingwer-
tee oder allgemein scharfe Gewürze zu sich nimmt. Dadurch werden Krankheits-
keime schneller abtransportiert und das hilft, einer Erkältung vorzubeugen.
Außerdem ist Ingwer reich an ätherischen Ölen und verfügt über keimtötende Inhaltsstoffe.
Schälen Sie ein etwa daumengroßes Stück frische Ingwerwurzel und raspeln es
auf einer feinen Reibe, mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt
etwa 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und evtl. mit etwas Honig süßen. Für die ganz Mutigen eignet sich auch gefriergetrockneter Ingwer, ein, zwei Bröckchen im Mund ankauen und je nach Schärfe weiterkauen.

Zink
Das essenzielle Spurenelement Zink ist wichtig für das körpereigene Abwehrsystem, denn es ist Bestandteil eines Hormons, das für die Reifung wichtiger Abwehrzellen (so genannte T-Zellen) verantwortlich ist. Zink kommt in natürlicher Form zum Beispiel in Fleisch, Milch und Käse vor. Studien belegen, dass die Einnahme von Zinkpräparaten die Dauer und Schwere einer Erkältung vermindert. Speziell im Rahmen einer Zuckerkrankheit sind die Zink-Spiegel im Blut häufig erniedrigt. Bei einem akuten Infekt können Sie das Abwehrsystem mit der Einnahme von Zink-Brausetabletten unterstützen. Da Zink in manchen Fällen auch Nebenwirkungen verursachen kann, sollten Sie die Einnahme vorab mit Ihrem Apotheker oder Therapeuten besprechen.

Wichtig für das Immunsystem: Ernährung
Eine abwechslungsreiche, vitaminreiche und den körperlichen Bedürfnissen angepasste Ernährung trägt stark zu einer körperlichen und seelischen Ausgeglichenheit bei und kann auf diese Weise auch auf das Immunsystem wirken. Essen Sie vor allem regional und saisonal. Eine der Jahreszeit angepasste Ernährung enthält eine gesunde Mischung aus Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Im Herbst sollten wir vor allem an Pilze, Kürbisse, Äpfel, Birnen, Quitten und ab November dann vor allem auch an die vielen verschiedenen Kohlsorten denken. Ob nun Blumenkohl, Brokkoli oder Rosenkohl, Rot-, Weiß- und Wirsingkohl oder der in Norddeutschland so beliebte Grünkohl, alle glänzen mit der Note "sehr gut", wenn es um den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen und vor allem auch um den Gehalt an Vitamin C geht.
Nach der chinesischen Ernährungslehre sollten Sie in Herbst und Winter vor allem warme, gut gewürzte Speisen wie Suppen oder Eintöpfe zu sich nehmen und heiße Kräutertees trinken. Dadurch wird unsere Lebensenergie gestärkt.

Bewegung
Wenn Sie sich ausreichend bewegen oder Sport treiben, kann dies nachweislich vor Erkältungskrankheiten schützen. Eine mittlere Ausdauerbelastung, wie zum Beispiel 30 Minuten Walken an fünf Tagen die Woche oder zweimal pro Woche eine halbe Stunde schwimmen, senken das Infektionsrisiko. Allerdings muss die Bewegung über einen längeren Zeitraum erfolgen. Vor allem auch in Hinblick auf die Bewegung jedoch gilt: Nichts übertreiben – denn extreme körperliche Belastung kann die Abwehr unterdrücken. Vor allem die Bewegung an der frischen Luft und bei Tageslicht tut uns jetzt gut: Durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts kann unser Körper Vitamin D bilden, das für unser Immunsystem unverzichtbar ist.

Entspannung
Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass auch die Psyche einen unmittelbaren Einfluss auf unser Immunsystem besitzt. Daher sollten Sie für ausreichende Entspannungs- und Ruhephasen im Alltag sorgen. Besonders gut geeignet sind zum Beispiel Meditations- und Achtsamkeitsübungen, sowie körperliche Übungen wie Yoga oder Qigong. Gönnen Sie sich täglich Ihre persönliche kleine Auszeit – zum Beispiel bei einem Waldspaziergang oder bei einem warmen Wannenbad.

(Autor: Dr. Michael Elies)

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