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Allergien auf sanfte Weise lindern

Allergischer Schnupfen durch Homöopathie deutlich verbessert
Frühlingzeit – Allergiezeit. Fliegen die ersten Pollen, beginnt das Leid aller Heuschnupfengeplagten: Die Nase läuft, man fühlt sich abgeschlagen, die Augen jucken. Dass Homöopathie allergische Beschwerden bei Pollenallergikern lindern kann, zeigte schon eine Reihe von Studien, die von der Carstens-Stiftung gefördert worden sind.
 
Nun führten indische Wissenschaftler eine Studie durch, die erstmals nicht nur subjektive sondern auch objektive Zielparameter beürcksichtigt. Neben der Erhebung subjektiver Daten wie die Wahrnehmung der Symptome und der Lebensqualität maß die Arbeitsgruppe auch Laborparameter wie die Konzentration von IgE (Immunglobin E) sowie die Zahl der eosinophilen Granulozyten im Blut. Frühere Studien hatten bisher auf reproduzierbare Zielparameter weitgehend verzichtet.
 
Bei jedem einzelnen der 34 rekrutierten Probanden mit einer mindestens seit einem Jahr bestehender Allergieproblematik (Hausstaub-, Pollenallergie u.a.), gekennzeichnet durch das Auftreten allergischer Rhinitis, wurde eine Anamnese nach den Prinzipien des Hahnemannschen Organon und auf der Basis der Kentschen Methode durchgeführt. Jeder Patient erhielt eine Einzeldosis des jeweils auf ihn zutreffenden Konstitutionsmittels in der Potenz C 30. Im weiteren Verlauf wurde die Gabe, falls nötig, auch in anderen Potenzierungen wiederholt. Die Behandlung erfolgte über einen Gesamtzeitraum von einem Jahr. Die Auswertung der Daten ergab, dass sowohl die Laborwerte als auch die subjektiven Messwerte sich signifikant zugunsten der homöopathischen Behandlung verändert hatten. So konnte die Konzentration des IgE im Blutserum um rund ein Drittel, die Zahl der eosinophilen Granulozyten um die Hälfte gesenkt werden. Der Schweregrad der Symptomatik halbierte sich nach den Angaben der Probanden im Symptom Score, was im Zuge dessen die Lebensqualität der Patienten verbesserte.
 
Die am häufigsten verabreichten homöopathischen Konstitutionsmittel waren Natrium chloratum, Psorinum, Lachesis muta, Bacillinum, Nux vomica, Tuberculinum bovinum, Sulphur, Natrium sulphuricum und Medorrhinum. Desweiteren wurden bei Bedarf für den Akutfall folgende Mittel verschrieben: Histaminum hydrochloricum, Arsenicum jodatum, Allium cepa, Euphrasia officinalis, Arsenicum album, Sabadilla, Sanguinaria canadensis, Sanguinaria nitricum und Aralia racemosa.

Einschätzung:
Die Stärke dieser Studie liegt sicherlich in der Berücksichtigung reproduzierbarer, objektiver Zielparameter (Laborwerte). Desweiteren wurde nach den Prinzipien der klassischen Homöopathie vorgegangen, was vormalige Studien nur selten berücksichtigt hatten.

Einschränkend muss man jedoch darauf hinweisen, dass das Ergebnis durch einige Schwächen geschmälert werden könnte. So konnten die Laborwerte aus diversen Gründen nur sporadisch gemessen werden. Zudem konnten die Wissenschaftler nicht ausschließen, dass externe Faktoren wie der Griff zu einem anderen, nicht-homöopathischen Medikament die Ergebnisse verfälscht haben könnten. Generell wurde nach dem miasmatischen Prinzip verfahren, aber bei fehlendem Anspringen auf die ausgewählten Mittel wurde auf anti-miasmatische Mittel zurückgegriffen. Letztendlich war die Probandenzahl zu niedrig, um valide Aussagen zu erhalten.

Erscheinen die Ergebnisse dieser Studie noch so hoffnungsvoll, ein Grund zum Jubeln besteht also für Allergiker noch nicht: Erst eine Reproduktion der erhaltenen Ergebnisse im Rahmen einer Studie mit einer größeren Probandenzahl und einem kontrollierten Design bringt (zumindest nach den Maßgaben einer evidenzbasierten Medizin) Klarheit.

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Literatur
  1. Ghosh S, Das S, Mundle M, Sengupta D, Hossain I, Koley M, Saha S. An open label pilot study testing the role of classical homeopathy in chronic allergic rhinitis. Int J Pharm Sci Res 2013; 4(4): 1475-1484 > Abstract
 
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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