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Die Mistel in der Tumortherapie
Interdisziplinäre Mistelsymposien
Projekt
Regelmäßiges Symposium von Ärzten und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen zum Thema "Die Mistel in der Tumortherapie".

Ausgangspunkt
In niedriger Dosierung und unter die Haut gespritzt, führt die Mistel zu einer Anregung des Immunsystems. Ihre als Zellgift wirkenden Inhaltsstoffe können darüber hinaus gezielt für die Auseinandersetzung mit den Krebszellen genutzt werden.

Die Misteltherapie als Begleittherapie in der Krebsbehandlung stammt ursprünglich aus der anthroposophischen Medizin. Diese Richtung der komplementären Medizin ist von schulmedizinischer Seite nicht unumstritten, da sie ein eigenes Verständnis von Gesundheit und Krankheit, ein eigenes Menschenbild und eigene Therapierichtlinien hat.

Auch wenn die Misteltherapie inzwischen eine außerordentlich häufig eingesetzte Begleittherapie darstellt, so herrschen zwischen anthroposophischer Medizin und Schulmedizin noch immer Unterschiede im Verständnis von Wirkprinzipien und Anwendung der Mistel.

Die klinische Relevanz der Misteltherapie ist gegeben, wissenschaftlicher Forschungsbedarf und gegenseitiger Austausch sind jedoch vonnöten.

Ziele
Brückenschlag zwischen den an der Krebsbehandlung und an der onkologischen Forschung beteiligten Disziplinen.
Auf regelmäßigen Symposien sollen Wissenschaftler und Ärzte zusammenkommen, um ein Forum für eine fruchtbare Diskussion – auch unterschiedlicher Standpunkte – zu schaffen.
Auf diese Weise soll die Wirkweise von Mistelpräparaten besser ergründet und ihre Anwendung weiterentwickelt werden.

Ergebnisse
Unter dem Titel "Die Mistel in der Tumortherapie" finden seit 1995 von der Carstens-Stiftung geförderte interdisziplinäre Mistelsymposien im vierjährigen Rhythmus statt.

Forschungsschwerpunkt:
> Komplementärmedizin

Förderzeitraum:
> Seit 01.10.1995

Fördervolumen:
> 36.015 Euro

Zu den Veranstaltern zählen die

  • Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft
  • Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoff-Forschung
  • Gesellschaft für Phytotherapie
  • Karl und Veronica Carstens-Stiftung
  • Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland
  • Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V. (ZAEN)

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen Themenkomplexe und Fragen, denen eine zentrale Bedeutung für die Misteltherapie und ihre wissenschaftliche Bearbeitung zukommt. Zu diesen gehören:

  • Sachgerechte Standardisierung
  • Charakterisierung des Wirkungsprofils von Einzelsubstanzen und ihre Wechselwirkungen untereinander
  • Gesamtextrakt vs. Einzelsubstanzen
  • Art der Dosierung (standardisiert vs. individuell) und therapeutische Breite
  • Einfluß der Applikationsart auf das Wirkungsspektrum
  • Analyse von Nebenwirkungen im Hinblick auf Wirkung und Wirksamkeit
  • Art und Häufigkeit von Nebenwirkungsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen?)
  • Beeinflussung der Metastasierung durch die Misteltherapie
  • Indikation bei epithelialen Tumoren und hämatologischen malignen Erkrankungen (z.B. Lymphomen)
  • Welche objektiven Kriterien für den Wirksamkeitsnachweis gibt es?
  • Kann man aus den während der Misteltherapie beobachteten biologischen Reaktionen Rückschlüsse auf die Tumorabwehr ziehen?
Die Ergebnisse der Mistelsymposien und der aktuelle Forschungsstand werden in Form von wissenschaftlichen Beiträgen im KVC-Verlag publiziert.
 
 
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